„Zurückbleiben bitte“ entfällt ab 17. Februar (Update)


Es ist soweit: Schon vor längerer Zeit wurde angekündigt, dass ab 2014 das „Zurückbleiben bitte“ wegfallen soll, um Energie zu sparen. Das wird jetzt in die Tat umgesetzt: Ab 17. Februar entfällt die Ansage, die viele als Startschuss zum Zielsprint missverstanden.

Dafür wurden in der letzten Zeit für rund 1,4 Millionen Euro* alle DT4 mit der sogenannten DT5-Türschließwarnung versehen, d.h. es gibt in allen Zügen innen und außen Warnlampen. Bei den DT4 (und DT5) wird die Ansage einfach entfallen und der Türschließvorgang mit dem bekannten Signalton eingeleitet.

Bei den DT3 stehen weitergehende Umprogrammierungsarbeiten bevor. Auch bei ihnen soll das „Zurückbleiben bitte“ entfallen, da hier aber keine Lichter vorhanden sind (und sich übrigens auch nicht mehr lohnen dürften), soll auch hier ein Warnton abgespielt werden. Das dürfte dann so sein, wie bei in den 1990er-Jahren bei den DT4, wo erst gepiept und dann geschlossen wurde.

Aber wie wird damit Energie gespart? Die Ersparnis kommt dadurch zustande, dass die U-Bahn weniger steht. Die dadurch gewonnene Zeit wird genutzt, damit die Züge langsamer fahren müssen, was energiesparender ist. Die Züge werden auf eine (vom Bordcomputer) berechnete Geschwindigkeit beschleunigt (um pünktlich die nächste Haltestelle zu erreichen) und rollen bis zur Haltestelle aus. Durch die niedrigere Geschwindigkeit sollen jährlich zwischen fünf und sieben Millionen Kilowattstunden Strom eingespart werden*.

Bereits seit einiger Zeit wurde in drei Zügen auf der U2 ein geändertes Abfertigungsverfahren getestet. Dabei wurde das „Zurückbleiben bitte“ durch ein „Einsteigen bitte“ ersetzt, welches vor der Türschließung aktiviert wurde.

Update: Die HOCHBAHN will am Montag die Details zum neuen Abfertigungsverfahren bekanntgeben.

(C) Beitragsfoto: HOCHBAHN. *Stand: 1/2012

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