Einsteigen bitte: So sieht das neue Abfertigungsverfahren aus


Update: Die HOCHBAHN gab eine Pressemeldung mit weiteren Neuigkeiten heraus.

Wie DT5 Online bereits letzte Woche vorab meldete, entfällt ab kommendem Montag, dem 17. Februar das „Zurückbleiben bitte!“. Heute kündigte die HOCHBAHN das neue Verfahren offiziell an.

Beim DT3 wird aufgrund der geringen Restlebensdauer auf Warnlampen verzichtet, dafür wurde ein Piepton aufgespielt. Die DT4 und DT5 besitzen innen und außen Warnlampen. Künftig wird das mit den Behindertenverbänden und Aufsichtsbehörden abgestimmte Verfahren bei allen Fahrzeuggenerationen einheitlich sein.

Durch den Wegfall erhöht sich die Sicherheit der Fahrgäste: Der Ausruf wurde in der Vergangenheit teilweise als Startschuss zum Schlusssprint missverstanden, was nun mehr oder minder ausgeschlossen werden kann. Dazu sagt Ulrich Sieg, HOCHBAHN-Vorstand: “ Wir gehen davon aus, dass sich das neue Warnsignal – optisch und akustisch – schnell durchsetzen wird und das gefährliche „Nachspringen“ deutlich reduziert.“

Außerdem verkürzt sich die Standzeit bei den U-Bahnen und der Prozess der Abfertigung. Ohne eine Fahrplanänderung (welche nicht geschieht) kann somit die Abschaltgeschwindigkeit reduziert werden, die Züge fahren also künftig minimal langsamer. Das bietet aufs Jahr gerechnet aber größere Energieeinsparungen in Höhe von 700.000 Euro und 4000 Tonnen CO2.

Nun aber zu den „wirklichen“ Neuigkeiten: Ab kommenden Donnerstag (13.02.2014) werden die Ansagen nur noch manuell getätigt und ab Montagmorgen, Betriebsbeginn (17.02.2014) komplett entfallen. Dafür wird die Ansage „Einsteigen bitte!“ eingespielt, welche bereits an drei U2-Zügen einprogrammiert war (zum Test). Sie soll künftig nach längeren Standzeiten, z.B. an den Endhaltestellen eingesetzt werden. Die Ansage erfolgt nicht an allen Haltestellen.

Der Prozess an sich gleicht dem aktuellen Verfahren, nur entfällt die Ansage. Weiterhin werden die Türen drei Sekunden lang piepen und blinken, ehe der Schließvorgang (nun automatisch) eingeleitet wird. Dieses Verfahren praktiziert die S-Bahn Hamburg bereits seit mehreren Jahren [mit dem Unterschied, dass manuell die Ansage „Zurückbleiben bitte“ getätigt wird].

Seit heute informiert die HOCHBAHN auch die Fahrgäste via Ansagen, Plakate und Hinweise auf den dynamischen Zugzielanzeigen sowie über das Fahrgastfernsehen über die bevorstehenden Änderungen. Dazu wurde auch folgender 45 Sekunden-Film veröffentlicht:

In Zukunft soll das Abfertigungsverfahren bei allen deutschen U-Bahnen vereinheitlicht werden, wozu Hamburg nun seinen Beitrag leisten wird.

(C) Beitragsbild: HOCHBAHN

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