Jetzt ist es offiziell: U5 für Osdorf und Bramfeld & mehr!


Nachdem schon gestern einige Details durchsickerten wurde heute die U5 offiziell vorgestellt. 

Die U5 soll eine Länge von 32km haben und von Bramfeld und Steilshoop durch die Innenstadt bis nach Lurup / Osdorf führen.

Von Bramfeld geht es über Steilshoop zunächst zur Sengelmannstraße/City Nord. Über den Mühlenkamp/Winterhude und Uhlenhorst führt die U5 zum Hauptbahnhof. Von dort gibt es zwei Streckenvarianten: Die Variante Nord sieht einen Streckenverlauf entlang der MetroBus-Linie 5 über Universität, Hoheluft und Lokstedt sowie Hagenbecks Tierpark vor, ehe es weiter bis Osdorf / Lurup geht. Die Variante Süd berücksichtigt die alte U4-Planung über Altona, Ottensen und Bahrenfeld vor (mit dem selben Endpunkt Osdorf/Lurup). Zahlreiche MetroBuslinien könnten entlastet werden.

Laut HOCHBAHN-Chef Elste soll die Strecke komplett unterirdisch im Schildvortrieb gebaut werden, auch die Haltestellen. Dann müsste der Verkehr nur an den Ausgängen umgeleitet werden. Eine Ausnahme bildet die Haltestelle Sengelmannstraße, die oberirdisch angefahren werden soll (vielleicht wird ja der alte Bahnsteig mitgenutzt?)

Die U5 soll nach den Senats- und HOCHBAHN-Plänen komplett neu gebaut werden, die Mitnutzung bestehender Strecken und Haltestellen ist nicht vorgesehen.

Zunächst muss aber die technische Machbarkeit der Linie untersucht werden, die Ergebnisse sind im nächsten Jahr zu erwarten. Erst dann könne die Politik die Planungen beschließen.

Man rechnet unterdessen mit Kosten zwischen 80 und 120 Millionen Euro pro Kilometer und je nach Realisierung fallen Kosten in Höhe von 2,2 bis 3,8 Milliarden Euro an. Die Finanzierungsfrage wurde auf der Pressekonferenz nicht beantwortet. Elste macht aber deutlich, dass diese neue Linie gebraucht werde: „„Uns sitzt der Fahrgastzuwachs im Nacken. Wir müssen etwas tun.“

Der Stadtbahnbau wird weiterhin aufgrund der Behinderung des Oberflächenverkehrs ausgeschlossen. Elste sei zwar ein Stadtbahnbefürworter (also das System), „aber wir müssen in Hamburg sehen, dass die knappen Verkehrsflächen an der Oberfläche bereits verteilt sind.“ 

Auch weitere Ausbauten sind geplant:

Bis 2020 soll im Innenstadtbereich ein 90-Sekunden-Takt eingeführt werden. Darüber hinaus ist eine weitere Haltestelle zwischen Farmsen und Berne („Oldenfelde“) geplant, die ab 2017 gebaut werden könnte. 2019 könnte der Spatenstich für eine weitere U4-Verlängerung erfolgen: Ab Horner Rennbahn könnte die U4 in die Horner Geest verlängert werden.

Nahverkehr 2040

Die U1-Haltestelle Johnsallee/Universität zwischen Hallerstraße und Stephansplatz hat aber wenig Chancen auf Realisierung: Der Bau sei laut Elste sehr kompliziert und die U1 sowie die Rothenbaumchaussee müssten gesperrt werden.

Desweiteren könnte die U2 nach Lohbrügge (- Bergedorf) und die U4-Süd nach Kirchdorf-Süd / Wilhelmsburg (- Harburg) verlängert werden, sofern sich durch erheblichen Wohnungsneubau entsprechende Nachfragepotentiale ergeben würden.

Quelle Grafik: Präsentation BWVI / (via)

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