Defekter Zug auf der U3: Bilder & Video vom Leinpfad


3x AKTUALISIERT (zuletzt 18.7. 14h) • Heute Nachmittag führte ein schadhafter DT4 auf der Leinpfad-Brücke zu einer knapp einstündigen Betriebsunterbrechung. Ich war gerade zu dem Zeitpunkt Kellinghusenstraße „gestrandet“ und  habe mich auf Ursachenforschung begeben. Ein Bericht mit 29 Fotos und einem sehr seltenen Video von der Störung. Zum Vergrößern klicken.

Die Störung begann ca. 14:45, der erste Zug fuhr wieder gegen 15:46. Es dauerte allerdings noch mindestens 17 Uhr, bis sich der Betrieb wieder stabilisierte (zum Zeitpunkt des drittletzten Bildes war der Zug 108 Minuten verspätet und binnen 10 Minuten sollten noch vier weitere folgen). Abschließend noch das Video, welches den Schiebeprozess weg vom Leinpfad zeigt. Leider hatte ich nur die Fotokamera dabei, sodass es zwischenzeitlich etwas unscharf wird. Aber ein DT4 an einem DT3 sieht man nicht alle Tage!:

[youtube http://youtu.be/neKKgedsiBs]

Nachtrag 1: Laut ndr.de dauerte die Sperrung sogar 90 Minuten, da habe ich wohl nicht den Beginn mitbekommen, der Zug sei nämlich bereits gegen 14:20 stehengeblieben. Ein erster Zug habe vergebens versucht, den Zug zu schieben (Lt. Medienberichten der Zug, der später auch anschob. Die Räder blockierten aber und es gab Kupplungsschwierigkeiten) Nach 40 Minuten habe sich die HOCHBAHN entschlossen, den Zug zu räumen. Die rund 100 Fahrgäste blieben unverletzt, eine schwangere Frau sei mit Kreislaufproblemen in einem Rettungswagen behandelt worden. Rund 50 Einsatzkräfte seien vor Ort gewesen sein.-

Nachtrag 2: Die Medienberichte widersprechen sich: Während einige Seiten berichten, der Zug konnte wegen blockierender Räder nicht abgeschleppt werden (DT4) sprechen andere Seiten von einem liegengebliebenen DT3. Der Haken ist, dass der DT4 evakuiert wurde, weshalb es keinen Sinn macht, warum dieser Zug also nur zum Ziehen geholt wurde. Ich selbst habe ja auch Fahrgäste am DT4 gesehen. Jedenfalls werde ich der Sache auf den Grund gehen.

Nachtrag 3: Laut dem Hamburg Journal (NDR) habe ein Kupplungsschaden beim DT4 eine Notbremsung verursacht. Der später beteiligte DT3 sollte als Schiebezug dienen, als die Fahrgäste des DT4 noch an Bord waren, doch die Räder hätten blockiert. Laut Augenzeugenberichten habe weder die Lüftung (oft mit der Klimaanlage gleichgesetzt, die die DT4 bekanntlich nicht haben) noch die Elektrik funktioniert, zumindest sei der Kontakt zum Fahrzeugführer nicht möglich gewesen. Von einem Stromausfall möchte die HOCHBAHN allerdings nichts wissen (doch warum funktioniert dann die Lüftung nicht?!).

Vielfach wurde kritisiert, dass es 40 Minuten ohne Informationen gedauert habe, bis der Zug evakuiert wurde. Eine Stellungnahme der HOCHBAHN via Facebook beschreibt den Vorfall noch einmal zusammenfassend:

Unsere Kollegen haben sofort nachdem ein Schaden an dem Zug festgestellt wurde den U-Bahn-Betrieb in beide Richtungen eingestellt. Der schadhafte Zug konnte nicht zur nächsten Station abgeschleppt werden. Nach 15 Minuten haben unsere Kollegen beschlossen, den Zug zu evakuieren. Nach 40 Minuten konnten alle Fahrgäste den Zug sicher verlassen. Um die Sicherheit der Evakuierung zu gewährleisten haben wir vorschriftsgemäß dafür gesorgt, dass an jeder Tür einer unserer Mitarbeiter den Fahrgästen beim Aussteigen hilft. Dies braucht allerdings seine Zeit. Wir sind sehr froh, dass es allen gut geht. /as

Auch wurden angeblich verschlossene Fenster angesprochen, dabei handelte es sich jedoch um einen DT5, wo die Fenster nur aufgeschlossen werden, wenn die Klimaanlage defekt ist. Scheinbar entstand durch diesen Beitrag auf Facebook Verwirrung. Es stellte sich heraus, dass im schadhaften DT4 alle Klappfenster intakt waren und daher auch zu Öffnen. (via)

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