U4-Verlängerung: Schneller und günstiger


Gestern lud die HOCHBAHN zu einer offiziellen U4-Baustellenbesichtigung ein und zeigte den Medienvertretern den aktuellen Stand der Dinge.

HOCHBAHN-Vorstand Lang schätzt, dass der Bau günstiger werden soll als erwartet, man rechne derzeit mit 173 Millionen Euro für die komplette U4-Verlängerung – also Kehranlage, Tunnel, Trog und Haltestelle. Das sind fünf Millionen Euro weniger als ursprünglich veranschlagt. Allerdings könnten weiterhin unvorhergesehene Hindernisse auftreten, welche zu Mehrkosten oder Zeitverzögerungen führen könnten.

Die Baustelle beginnt direkt hinter der Haltestelle HafenCity Universität. Dort befände sich gegenwärtig noch ein großes Stahltor, welches die Haltestelle vor dem Grundwasser schützen soll.

Bis jetzt seien die Arbeiten reibungslos abgelaufen, der Rohbau der Abstellanlage sei innerhalb von vier Monaten nahezu abgeschlossen worden. In der Anlage, welche 180m lang ist, sollen Ersatzzüge abgestellt werden, welche bei Ausfällen zum Einsatz kommen sollen.

Auf dem ca. 2,5 Meter dicken Betongrund befinden sich noch keine Gleise – dafür sind die ersten 300m der Strecke bereits 17 Meter tief ausgehoben worden. Aufgrund fehlender Bebauung kann die HOCHBAHN im offenen Bauverfahren bauen, was „kostengünstiger und ein wirklicher Luxus beim U-Bahn-Bau“ sei, so Lang.

Es würden 20m tiefe Schächte mit Beton aufgefüllt – die sogenannten Schlitzwände entstehen. Später schließt sich die Tunnelwand an, welche die Decke trägt. Rund 70 Bauarbeiter arbeiten gerade am U4-Tunnel.

Dass die Bauarbeiten sehr gut im Plan liegen sei auch der Bauweise zu verdanken. Auch habe man nicht damit gerechnet, auf keine Probleme beim Bau zu stoßen. Beim Bau der U4 dauerte der Bau der ersten Tunnelröhre deutlich länger, weil der Hamburger Boden sehr vielschichtig gewesen sei – was aber auch nicht das einzige unvorhergesehene Hindernis gewesen wäre.

Der schwierige Bauabschnitt der U4-Verlängerung bestehe der HOCHBAHN noch voraus, denn „der östliche Bauabschnitt ist weitaus komplizierter“, so Lang. Die Straße müsse für den Bau der Haltestelle Elbbrücken um 4,5 Meter erhöht werden – eine Schutzmaßnahme gegen Überflutungen.

Noch nicht vergeben ist allerdings der Bau der Haltestelle, was aber in den nächsten Wochen geschehen solle. Ob der Eröffnungstermin 2018 eingehalten werden kann, entscheide sich nämlich am Bahnhof. Da er architektonisch sehr anspruchsvoll sei, würden entsprechend auch die Arbeiten an der Haltestelle lange dauern.

(via) Quelle Titelbild: © HOCHBAHN

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