Was machen eigentlich die U-Bahn-Planungen?


Lange ist es wieder stiller geworden um Hamburgs „nächstes“ Milliardenprojekt – der U5 und um die weiteren Netzausbauten. Vergangene Woche erschien im Hamburger Wochenblatt ein Interview mit HOCHBAHN-Chef Elste. Was dabei herauskam.

  • Bei einer Olympia-Bewerbung Hamburgs wäre der Sprung über die Elbe mit der U4 sowie eine „vorgezogene Anbindung der Arenen im Volkspark denkbar“.
  • Es müsse entschieden werden, ob ein Olympiastadion auf dem großen Grasbrook per U-Bahn oder anders angebunden werden muss.
  • Die Arenenanbindung könnte über Hagenbecks Tierpark gebaut werden, entweder wird die U-Bahn zu den Arenen provisorisch aus der U2 ausgefädelt oder die Haltestelle zur Umsteigehaltestelle umgebaut.
  • Der Bau der Haltestelle Johnsallee/Universität ist derart aufwändig, dass sie kaum realsierbar ist.
  • Für einen Bau der besagten Haltestelle sei Prüfungen zufolge eine mehrjährige Streckensperrung mit Ersatzverkehr zwischen Stephansplatz und Kellinghusenstraße von Nöten. „Für uns als Fachleute ist diese Potenzialhaltestelle vom Tisch, aber eine politische Entscheidung gibt es dazu bisher nicht.“
  • Wenn die U5-Nord über die heutige MetroBus-Linie 5 bis Hoheluft geführt würde, könne man auf die Haltestelle Johnsallee verzichten
  • Wenn die U5-Süd gebaut wird, müssen DESY-Tunnel und der HERA-Teilchenbeschleuniger gequert werden. Diese Tunnel sind sensibler als angenommen.
  • Daher sprechen die bisherigen Prüfergebnisse tendenziell für die U5-Nordvariante.
  • Der U4-Abzweig Horner Geest könnte einen Zwischenhalt bekommen. Baubeginn in diesem Jahrzehnt denkbar.
  • Baubeginn der Haltestelle Oldenfelde in diesem Jahrzehnt möglich

Und schließlich noch etwas zur Stadtbahn:

Das Thema Stadtbahn ist tot für Hamburg. An der Oberfläche ist ein Schienensystem planrechtlich nicht in einer absehbarer Zeit hinzukriegen. Wenn Opposition behauptet, das wäre mit einer Wanderbaustelle zu erledigen, lache ich mich schlapp. – Günter Elste zum Hamburger Wochenblatt

Das komplette Interview zum Nachlesen gibt es beim Hamburger Wochenblatt.

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