S21 nach Kaltenkirchen immer wahrscheinlicher


NahverkehrHAMBURG hat fünf Gründe zusammengetragen, die für eine Elektrifizierung der AKN in naher Zukunft sprechen. Eine Übersicht.

1) Die Politik in Hamburg und Schleswig-Holstein geht fest von der Umsetzung aus; eine Senats-Mitteilung wird mit folgenden Worten zitiert: „Es kann mit hoher Wahrscheinlichkeit damit gerechnet werden, dass eine Elektrifizierung der Strecke Eidelstedt – Kaltenkirchen realisiert wird“.

2) Die Planfeststellungsunterlagen werden bereits erstellt, obwohl die Kosten-Nutzen-Analyse noch gar nicht fertig ist. Das hat die SH-Landesregierung auf eine CDU-Anfrage geantwortet. Demnach könne das Planfeststellungsverfahren 2015 gestartet werden, mit dem Baustart sei 2017 zu rechnen, die Inbetriebnahme wäre für Ende 2019 vorgesehen.

3) Schleswig-Holstein hat bereits Fördergelder aus dem GVFG (Gemeineverkehrsfinanzierungsgesetz) für die Jahre 2014 – 2018 beantragt. Das Projekt sei in die Kategorie C des Programms eingestellt worden („Vorhaben bedingt aufgenommen“). Die Fördergelder fließen allerdings erst, wenn die Kosten-Nutzen-Analyse vorliegt und dann das Projekt in Kategorie A aufgestuft wird („Vorhaben endgültig aufgenommen“). Die Analyse wird noch für dieses Jahr erwartet

4) Hamburg hat bereits die Option gezogen, 27 ET 490 anstatt als Einsystemer als Zweisystemer zu bestellen. Damit stünden schließlich 31 490er für die S21 in Zweisystem-Ausführung zur Verfügung (27 umbestellt & 4 Vorserienfahrzeuge)

5) Das Elbgaustraße-Problem scheint gelöst zu sein. Seit Jahren sei um eine Neuordnung gestritten worden, da weiterhin 12 Züge pro Stunde bis zur Elbgaustraße fahren sollen. Es zeichne sich eine finanzierbare Lösung ab, bei der alle Problemstellen mit minimalen Zusatzkosten für den Betrieb aus dem Weg geräumt werden sollen. Dabei geht es auch um die Harburger Strecke, ob dabei eine S32 eine Rolle spielt sei weiterhin unbekannt. Das Betriebskonzept solle mit der Kosten-Nutzen-Analyse in diesem Jahr öffentlich präsentiert werden.

(via)
Beitragsbild: Copyright: (C) 2014 Deutsche Bahn / Bombardier

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