Busbetriebshof Harburg II eingeweiht


Seit Fahrplanwechsel ist er bereits in Betrieb, heute wurde er aber erst offiziell eingeweiht: Der Busbetriebshof Harburg II, welcher den Harburger Standort entlasten soll.

Hierzu schreibt die HOCHBAHN in einer Pressemitteilung folgendes:

Offizielle Einweihung des Standorts an der Hannoverschen Straße

Die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) hat heute an der Hannoverschen Straße den Nebenstandort zum Betriebshof Harburg (Winsener Straße) eröffnet. Mitte Dezember starteten zum Fahrplanwechsel die ersten Busse von dem neuen Standort. Nach Abschluss der letzten Arbeiten erfolgt nun auch die offizielle Einweihung. Mit diesem Ausbau der Infrastruktur ist südlich der Elbe eine weitere wichtige Voraussetzung für das Bussystem der Zukunft geschaffen.

Das Verkehrsunternehmen reagiert mit dem neuen Nebenstandort auf die dynamische Entwicklung Harburgs und entsprechend wachsende Fahrgastzahlen.

„Zunehmender Mobilitätsbedarf muss durch ÖPNV gedeckt werden, denn der verfügbare Straßenraum wächst nicht. Mit dem neuen Nebenstandort machen wir das Bussystem in Harburg fit für die Zukunft“ – Ulrike Riedel, HOCHBAHN-Vorstand für Betrieb und Personal.

Werktäglich nutzen gut 70.000 Fahrgäste einen Bus der HOCHBAHN im Raum Harburg – mit steigender Tendenz. Auf vielen Harburger Linien fahren deshalb mittlerweile statt der 12-Meter-Standardbusse verstärkt 18-Meter-Gelenkbusse. Die Abstellkapazitäten auf dem Busbetriebshof an der Winsenser Straße sind jedoch erschöpft. Entlastung gibt es nun durch den Nebenstandort, der in Harburg eine Leistungssteigerung von gut 50 Prozent in Form von Werkstatt-, Reinigungs- und Abstellkapazitäten für 50-60 Busse möglich macht. Damit gibt es auch noch Raum für einen weiteren Fahrgastzahlenanstieg.

„Die Entscheidung, das Bussystem der Zukunft nicht nur auf den starkbelasteten Innenstadtlinien, sondern auch in Harburg anzupacken, ist eine richtige und wichtige Entscheidung der HOCHBAHN und der Politik. Mit den zusätzlichen Kapazitäten und größeren Bussen wird der ÖPNV in Harburg noch attraktiver.“ – Jörg Penner, Dezernent für Wirtschaft, Bauen und Umwelt des Bezirksamts Harburg

Umwelt- und Ressourcenschutz im Blick

Ab 2020 will die HOCHBAHN in Hamburg nur noch emissionsfreie Busse anschaffen. Am Nebenstandort ist man schon heute auf dieses Ziel eingestellt:

„Der Betriebshof ist schon jetzt für den Einsatz von Hybridbussen ausgerüstet. Die Werkstatt ist ebenfalls auf die Wartung von emissionsfreien Busse vorbereitet“ – Jan Kobza, Betriebshofmanager

Umweltschutz wird auch im Rahmen der betrieblichen Abläufe auf dem Hof groß geschrieben: Die Waschanlage nutzt Regenwasser, das auf den Gründächern des Verwaltungstrakts und der Waschhalle gesammelt und in einem 20.000 Liter fassenden Behälter vorgehalten wird.

Und nicht nur auf den Dächern des Betriebshofs wird es grün: Die prägende Baumreihe entlang der Hannoverschen Straße bleibt erhalten und auf dem Gelände werden 15 Bäume gepflanzt.

340 HOCHBAHN-Busfahrer auf 34 Linien für Harburg im Einsatz

Der Nebenstandort ist in die organisatorischen Abläufe des Busbetriebshofs Harburg an der Winsener Straße eingebunden. Beide Betriebe schicken täglich gut 140 Busse für 34 Linien auf die Straßen. Im Schichtdienst sind auf beiden Höfen etwa 340 Busfahrerinnen und Busfahrer tätig – und das Team wächst: Für den Nebenstandort werden bis zum Sommer rund 35 weitere Kollegen eingestellt, sodass hier mittelfristig insgesamt 100 Busfahrer im Einsatz sein werden. Insgesamt hat die HOCHBAHN 12 Millionen Euro in den neuen Bus-Standort investiert.

Der Nebenstandort auf einen Blick

  • Betriebsgebäude bestehend aus einem Verwaltungstrakt inklusive Umkleide- und Aufenthaltsräumen mit Küchenzeile sowie drei Werkstattspuren
  • Waschhalle
  • Verkehrs- und Abstellflächen für 50 bis 60 Busse
  • 100 Busfahrer und zehn weitere Mitarbeiter (Werkstatt, Waschanlage etc.)
  • Stellflächen für Fahrräder und Motorräder sowie für 20 Pkw

Quelle Text: HOCHBAHN

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