Fit für die Zukunft: Neuer Betriebshof Langenfelde


Umfassende Umbauarbeiten nach mehr als drei Jahren abgeschlossen

Nach mehr als drei Jahren Bauzeit eröffnet die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) heute in Langenfelde den größten und modernsten Busbetriebshof Hamburgs. Durch den Umbau auf dem 33 000 Quadratmeter großen Gelände hat die HOCHBAHN die Kapazität deutlich erhöht, die Betriebsabläufe optimiert, die Versorgung innovativer Antriebstechnologien geschaffen und moderne Arbeitsbedingungen in den Werkstätten erreicht. 200 Busse (XXL-Busse, Gelenkbusse und Solobusse) können hier künftig gewartet, gewaschen, betankt, beklebt und repariert werden und starten von dort auf 29 Linien ihren Dienst für täglich 150 000 Fahrgäste aus sechs Bezirken.

Das Unternehmen reagiert mit der Modernisierung auf die steigenden Fahrgastzahlen. Verkehrssenator Frank Horch:

„Ohne Busse gibt es keinen funktionierenden öffentlichen Nahverkehr. Eine fortschrittliche Infrastruktur für unser Bussystem in Form von modernen Betriebshöfen ist ein wichtiger Schlüssel, um den Anforderungen unserer wachsenden Stadt zu entsprechen. Mit Langenfelde ist ein Betriebshof der Zukunft entstanden – und damit eine wichtige Basis für mehr Lebensqualität in Hamburg.“

Der Betriebshof ist technisch und betrieblich nach neuesten Standards konzipiert worden: So ist die hochmoderne Werkstatt mit verbreiterten Spuren, Dacharbeitsplätzen und einer Unterflurhebeanlage ausgestattet und für die Versorgung innovativer Antriebe eingerichtet worden. Eine räumliche Verbindung von Gruppenleitung und Busfahrerinnen und Busfahrern optimiert die enge Zusammenarbeit und die Betriebsabläufe. Aktuell arbeiten auf dem Betriebshof 483 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, rund 85 weitere sollen noch hinzu kommen.

Umbau „unter rollendem Rad“

Die große Besonderheit der Modernisierung: Der Betrieb lief trotz der Abbrucharbeiten und anschließendem Neubau des Betriebshofes inklusive Werkstätten, Busabstellanlagen und Verwaltungsgebäude verlässlich weiter. Ulrike Riedel, Vorstand für Personal und Betrieb:

„Der über drei Jahre andauernde Umbau ‚unter rollendem Rad‘ war für alle Kolleginnen und Kollegen eine besondere Herausforderung – er ist damit ein Paradebeispiel für eine herausragende Teamleistung zwischen verschiedensten Gewerken, die hier Hand in Hand einen Kraftakt gestemmt haben. Deswegen blicken wir ebenso mit Freude wie mit großem Stolz auf das Ergebnis.“

Standort in verkehrsgünstiger Lage

Die Entscheidung für den Kraftakt und gegen einen Neubau an anderer Stelle erklärt Ulrike Riedel:

„In erster Linie gibt es kaum verfügbare Fläche in dem Einzugsgebiet. Ein Betriebshof in verkehrsgünstiger Lage mit kurzen Wegen zum Fahrgast schafft erhebliche Vorteile bei den Einsetzzeiten und ist dadurch auch viel ökologischer. Wir sparen also jeden Tag unnütze Kilometer und Emissionen.“

Der Busbetriebshof Langenfelde besteht aus dem Hauptgebäude für den Busbetrieb inklusive Fahrschule und Flächen der Fahrzeugwerkstätten Falkenried (FFG). Außerdem ist eine Waschhalle auf dem Gelände untergebracht. Carports bieten Abstellflächen für 200 Busse. Durch die Verlegung der Strom- und Druckluftversorgung unter die Carportdächer können die Abstellflächen optimal genutzt werden. Der Umbau erfolgte auch mit Blick auf eine Lärmreduzierung, indem Lärmschutzwände eingezogen und die Hauptverkehre zur von den Anwohnern abgewandten Seite verlegt wurden.

Der Betriebshof Langenfelde ist einer von neun Busbetriebshöfen innerhalb des HOCHBAHN-Konzerns. Ingesamt investierte das Unternehmen in den Neubau rund 37 Millionen Euro.

Text & Grafik: HOCHBAHN

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