Kurzmeldungen: Die Woche im Überblick


Auch diese Woche ist wieder einiges passiert, zwei neue Bauprojekte wurden nun begonnen und die U4-Verlängerung hat einen weiteren Meilenstein erreicht: In Ohlstedt haben nun neben den Sanierungsarbeiten auch die Arbeiten zum barrierefreien Ausbau begonnen, die Haltestelle Steinfurther Allee bekommt drei Notausgänge und die Gleisbrücke der U4-Haltestelle Elbbrücken wurde vergangene Woche eingeschoben. Die Meldungen im Überblick:

U2: Steinfurther Allee bekommt drei zusätzliche Notausgänge

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Haltestelle Steinfurther Allee

Anfang März starten die Bauarbeiten der HOCHBAHN zum Bau von insgesamt drei Notausstiegen an der U2-Haltestelle Steinfurther Allee. Diese Notausstiege sollen im Notfall als zusätzliche Fluchtwege neben den regulären Zugängen dienen. Die Maßnahme ist Teil des Programmes der HOCHBAHN, alle U-Bahn-Haltestellen mit nur einem Zugang mit zusätzlichen Fluchtwegen zu versehen, und das damit deutlich über die gesetzlich geltenden Vorschriften hinaus geht. So hat die U1-Haltestelle Alter Teichweg beispielsweise vor einigen Jahren am Bahnsteigende Notausgänge bekommen.

Insgesamt werden an der Steinfurther Allee drei Notausstiege gebaut: Einen Notausstieg wird es westlich der Haltestelle in der Nähe des Parkhauses geben, zwei weitere entstehen östlich der Haltestelle im Bereich der Grünanlage. Bei der Festlegung der Lage der Notausstiege waren neben den Sicherheitsaspekten sowohl betriebliche Belange der HOCHBAHN als auch stadt- und landschaftsplanerische Belange zur berücksichtigen. Für die Baumaßnahme müssen insgesamt zehn Bäume gefällt werden. Hierfür erhält der Bezirk Mitte von der HOCHBAHN Ausgleichszahlungen für Ersatzmaßnahmen. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird die Grünanlage mit neuen Pflasterungen, Neubepflanzungen und ergänzenden Sitzgelegenheiten aufgewertet.
Die Bauarbeiten finden überwiegend werktags statt. Investiert werden bis Ende November 2016 rund eine Million Euro.

U1: Barrierefreier Ausbau in Ohlstedt hat begonnen

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Ohlstedt nach dem barrierefreien Ausbau – Visualisierung: (C) HOCHBAHN

Seit Anfang Februar laufen bereits die Arbeiten zur Erneuerung und Instandsetzung des Brückenbauwerks der Haltestelle Ohlstedt. Anfang März starten jetzt die Maßnahmen zum Einbau eines Aufzugs, die Teilerhöhung des Bahnsteigs und die Installation eines Blindenleitsystems. Der Aufzug wird in die vorhandene Treppenanlage (siehe Visualisierung) integriert. Für die Erhöhung des Bahnsteigs und den Einbau von Orientierungshilfen für sehbeeinträchtige Fahrgäste werden aufwendige Arbeiten am Bahnsteig stattfinden. Dennoch wird der Fahrgastbetrieb ohne Unterbrechung aufrecht erhalten. Alle Maßnahmen werden bei laufendem Betrieb durchgeführt und die U-Bahn wird im gewohnten Takt fahren. Bis Ende des Jahres sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein. Für den Ausbau der Haltestelle investiert die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) knapp zwei Millionen Euro.

Die HOCHBAHN bündelt auf den beiden nördlichen Ästen der U1 ab Volksdorf den barrierefreien Ausbau von sechs Haltestellen mit der Erneuerung von sechs Brückenbauwerken. Durch diese Bündelung können Einschränkungen für Fahrgäste so gering wie möglich gehalten werden.  Die Haltestellen Buchenkamp, Ahrensburg West, Ahrensburg Ost, Schmalenbeck sowie Buckhorn werden in Verbindung mit weiteren Brückenbauarbeiten barrierefrei ausgebaut. Hierfür ist eine Sperrung des betreffenden U1-Abschnitts nach Großhansdorf erforderlich. Zwischen den Haltestellen Volksdorf und Großhansdorf wird deshalb vom 2. Juli bis zum 20. Oktober 2016 ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Bei dem Gesamtprojekt rund um die Walddörfer handelt es sich aufgrund der Vielzahl der Einzelmaßnahmen für die HOCHBAHN um das aufwendigste Instandsetzungs- und Ausbauprojekt der vergangenen Jahrzehnte.

Zusätzlich wird die HOCHBAHN 2016 die Maßnahmen an den Haltestellen Stephansplatz und Klosterstern fertig stellen und den Ausbau der drei U2-Haltestellen Merkenstraße, Hagendeel und Joachim-Mähl-Straße aufnehmen. Damit sind zeitweise elf Haltestellen gleichzeitig im Ausbau.

U4-Gleisbrücke eingeschoben

Blick auf die Zweibrückenstraße aus Richtung Westen, man stünde jetzt nah an der Haltestelle
Blick auf die Zweibrückenstraße aus Richtung Westen, über der Straße liegt inzwischen die Gleisbrücke. Aufnahme von Ende Januar 2016.

Pünktlich um 12 Uhr war es geschafft: die 35 Meter lange und 245 Tonnen schwere Gleisbrücke für die U4-Haltestelle Elbbrücken befindet sich in ihrer endgültigen Position. Rund vier Stunden dauerte das Einschieben mittels Hydraulikpressen am Donnerstagvormittag. Dabei wurde die Brücke auf einem mit Spezialfett beschichteten Vorschubschlitten über die Zweibrückenstraße geschoben.

Auf den Stahlbrücken liegen später die Gleise und die Bahnsteige der neuen Haltestelle. Mit dem Einschub der Brücke ist ein weiterer Meilenstein des Projektes erreicht. Im September wird der derzeit laufende Rohbau der Haltestelle abgeschlossen sein. Im kommenden Frühjahr wird auch der Tunnel zwischen den Haltestellen HafenCity Universität und Elbbrücken im Rohbau fertig sein. Dann starten dort die Gleisbauarbeiten. Und im März 2017 startet der Bau der spektakulären Hallenkonstuktion für die Haltestelle Elbbrücken.

Die U4-Verlängerung mit der neuen Haltestelle Elbbrücken soll 2018 in Betrieb gehen. Die HOCHBAHN rechnet für das Gesamtprojekt inklusive der Kehr- und Abstellanlage sowie des Ausbaus der Haltestelle Elbbrücken (inkl. Dachkonstruktion) mit Kosten in Höhe von knapp 180 Millionen Euro.

Mit Material von: HOCHBAHN

 

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