Happy Birthday, Niendorf Nord!


Bürgermeister Henning Voscherau eröffnet die Strecke. Bild: HOCHBAHN
Bürgermeister Henning Voscherau eröffnet die Strecke. Bild: HOCHBAHN

Heute vor 25 Jahren, am 9. März 1991, wurde die U2-Verlängerung von Niendorf Markt bis Niendorf Nord feierlich in Betrieb genommen. Ein Grund, auf die heute nahezu unveränderten Haltestellen zu blicken. Innerhalb einer Bauzeit von insgesamt sechs Jahren entstanden für umgerechnet über 100 Millionen Euro in offener Bauweise 2,4 Kilometer U-Bahn mit drei Haltestellen. Die Strecke wurde vom damaligen Ersten Bürgermeister Henning Voscherau (siehe Bild), Wirtschaftssenator Wilhelm Rahlfs und Bausenator Eugen Wagner eröffnet.

Mit der Verlängerung der U2 von Niendorf Markt bis Niendorf Nord wurde ein großes Neubaugebiet an das Hamburger Schnellbahnnetz angeschlossen. In nur 20 Minuten gelangen die Fahrgäste seitdem vom nördlichen Ende der U2 in Niendorf Nord in die Hamburger Innenstadt – umweltfreundlich, schnell und zuverlässig. Für die direkte Verbindung in die Innenstadt nutzen heute täglich rund 15 000 Fahrgäste die drei Haltestellen Niendorf Nord, Schippelsweg und Joachim-Mähl-Straße.

Einen Ausschnitt aus der Fahr mit uns 1/1991 zeigt die HOCHBAHN auf ihrer Internetseite. Dort gibt es zahlreiche Fotos von der Eröffnung zu sehen. Alle drei Haltestellen sind

Niendorf Nord

Die Haltestelle Niendorf Nord wurde vom Architektenbüro Wolfgang Stabenow entworfen. Die Pfeiler auf dem Bahnsteig und die Gestaltung der Tunnelwände symbolisieren Birkenwälder. Die Haltestelle ist barrierefrei, hat eine Busumsteigeanlage (südlicher Zugang) sowie eine P+R-Anlage. Sie ist ein Mehrzweckbauwerk und bietet im Ernstfall über 3500 Menschen Schutz, denn Haltestelle und Kehrgleisanlage sind als Bunker abriegelbar.

Schippelsweg

Die Haltestelle Schippelsweg wurde vom Architekten Günter Talkenberg entworfen. Die weißen Wände wurden mit großflächigen Motiven norddeutscher Landschaften versehen. Die Haltestelle ist barrierefrei und liegt unter der Paul-Sorge-Straße. Auch Schippelsweg ist ein Mehrzweckbauwerk, rund 1000 Schutzsuchende finden hier in der abriegelbaren Haltestelle (Aufzug, Haltestelle und Tunnelabschnitt) Platz. Damit Schutzsuchende gefahrlos zwischen zwei in der Haltestelle stehenden Zügen wechseln können gibt es einen dritten Bahnsteig in der Mitte, welcher aber nicht im Regelbetrieb genutzt wird.

Joachim-Mähl-Straße

Die Haltestelle Joachim-Mähl-Straße wurde vom Architektenbüro Rintz + Klünder + Baas entworfen und nach dem Niendorfer Heimatdichter Joachim Mähl (1827 – 1909) benannt. Dargestellt werden Bauernhäuser. Die Tunnelhaltestelle wird ab 2018 barrierefrei sein. Auch diese Haltestelle ist als Schutzanlage nutzbar, etwas mehr als 1000 Schutzsuchende finden in ihr Platz. Der kleine Bahnsteig in der Mitte erfüllt den selben Zweck wie derjenige in der Haltestelle Schippelsweg und wird nicht genutzt.

Mit Material von: HOCHBAHN

Übrigens noch die Auflösung zu einem Foto aus Niendorf Nord: Der Zug wurde am Bahnsteig geteilt, in Richtung Innenstadt wurde geschwächt auf 4 statt 8 Wagen. Die zweite Hälfte verblieb noch am Bahnsteig, ehe auch diese Einheit in die Kehre fuhr. Deshalb stand der Zug abweichend vom Kurzzughalt auch ganz hinten.

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