Kurzmeldungen: Die Woche im Überblick


Die Meldungen dieser Woche in einem Artikel zusammengefasst: Neben dem neuen Bundesverkehrswegeplan, den Alsterschiffen, einem Jubiläum und dem DT2-Buch geht es auch um den aktuellen Planungsstand der U4-Verlängerung und der U5.

Neuer Bundesverkehrswegeplan

Im neuen Bundesverkehrswegeplan (BVWP), welcher aufzeigen soll, wo wie viel Geld bis zum Jahr 2030 investiert werden soll, sind zwei Nahverkehrsprojekte im Raum Hamburg aufgenommen worden. Sie werden als „potenzieller Bedarf“ eingestuft und genießen damit nicht die höchste Priorität. Die zusätzlichen Gleise für die S4 sind in Verbindung mit dem zweigleisigen Ausbau einer Verbindungskurve zur Güterumgehungsbahn bereits im BVWP aufgenommen, obwohl hier noch zahlreiche Fragen offen sind. Betont wird, dass eine höhere Einstufung weiterhin möglich ist, jedoch noch nicht zum aktuellen Planungsstadium. Informationen zu diesem Projekt gibt es > hier. Als zweites Projekt, was aber schon etwas weniger mit Hamburg zu tun hat, ist eine mögliche Elektrifizierung der Strecke Stade – Cuxhaven. Angedacht seien hier 160km/h schnelle Züge, die den Hauptbahnhof auf S-Bahn-Gleisen erreichen sollen, da diese noch Kapazitäten hätten. Was man vor dem Hintergrund der Einführung zweier neuer Linien (S32, S4) davon zu halten hat, wird offengelassen. Auch hierzu finden sich weitere Informationen auf der Seite des Bundesministeriums. Bei sämtlichen Projekten der aktuellen Investitionsstrategie steht „Entlastung“ im Vordergrund, bei beiden genannten Projekten soll der Hauptbahnhof entlastet werden, bzw. der Knoten Hamburg-Harburg.

Alsterschiffe wieder unterwegs

Seit Mittwoch fahren die weißen Alsterschiffe wieder auf der Alster, wie gewohnt gelten HVV-Tickets hier nicht. Neu in diesem Jahr ist eine Querverbindung über die Alster, eine Überfahrt kostet zwei Euro pro Person und ist damit nicht wesentlich teurer als ein Kurzstreckenticket, welches bei einer Einbeziehung in den HVV nötig wäre. Die Strecke zwischen den Anlegern Rabenstraße und Uhlenhorster Fährhaus wird an Wochenenden und Feiertagen alle 15 Minuten bedient. Zum Einsatz kommt die 2016 neunzig Jahre alt werdende Motorbarkasse „Aue“.

85 Jahre U Jungfernstieg

Am Freitag vor 85 Jahren wurde die provisorische U-Bahn-Haltestelle Jungfernstieg eröffnet. Fährt man heute in Richtung Hauptbahnhof, läge die inzwischen zurückgebaute Haltestelle vor der Einfahrt der Haltestelle Jungfernstieg, ehe es kurz steil nach unten geht. Der U-Bahnhof Jungfernstieg sollte der erste Unterwasserbahnhof Deutschlands werden, weshalb sich der Bau verzögerte. Der „richtig“ Bahnhof ist seit April 1934 in Betrieb. Dort (und nicht etwa in der provisorischen Haltestelle) gab es dann auch die ersten Fahrtreppe Deutschlands im öffentlichen Raum. Ein Bahnhofsschild hielt sich lange Jahre noch im Streckentunnel, ist heute aber nicht mehr vorhanden. Fotos vom U1-Bahnsteig aus dem Jahr 2013 gibt es hier bei DT5 Online. – Das Titelbild zeigt die provisorische Haltestelle Jungfernstieg, (C) HOCHBAHN

U4 & U5: Aktuelle Planungen

Vergangene Woche hat die Verkehrsbehörde neue Planungsstände für die U4 und U5 mitgeteilt. Die Streckenführung der U5 mit den Haltestellen New York-Ring – Sengelmannstraße – Rübenkamp – Hartzloh – Schreyerring – Bramfeld Dorfplatz hat sich weiter verfestigt. Hinter der Haltestelle Bramfeld Dorfplatz wird der Tunnel noch ein Stück weitergehen, zwecks einer Abstellanlage. Die U5 wird fahrerlos fahren, durch den Automatikbetrieb sind so Zugfolgen von 90 Sekunden möglich. Personal sei dennoch an Bord.

U5-Planungsstand März 2016, Grafik: BWVI / HOCHBAHN
U5-Planungsstand März 2016, Grafik: BWVI / HOCHBAHN

Auch entschieden ist die Frage der Ausfädelung der U4-Verlängerung Richtung Nordosten. Die Vorzugsvariante beinhaltet den Bau eines zweiten Bahnsteiges südlich der heutigen Haltestelle. Von dort würden künftig die Züge in Richtung Mümmelmannsberg und Dannerallee fahren. Vom bestehenden Bahnsteig würden dann nur noch Züge in Richtung Jungfernstieg fahren, auf dem nördlichen die U4, auf dem mittleren die U2.

Aktuelle Planung zur Ausfädelung der U4 aus der Bestandsstrecke. Der südliche Seitenbahnsteig müsste neu gebaut werden.
Aktuelle Planung zur Ausfädelung der U4 aus der Bestandsstrecke. Der südliche Seitenbahnsteig müsste neu gebaut werden. – Grafik: BWVI / HOCHBAHN

Die Pläne sehen eine Station Stoltenstraße mit Seitenbahnsteigen vor, wahrscheinlich handelt es sich hierbei um Röhrenbahnsteige wie auf der Durchmesserlinie der U2 (Messehallen, Gänsemarkt, Hbf Nord). Die Haltestelle Dannerallee wird mit einem Mittelbahnsteig und einer anschließenden Kehr- und Abstellanlage geplant, welche dem Straßenverlauf der Manshardtstraße aber nicht weiter folgen wird, sondern gerade gebaut wird. In einem Bautagebuch Spezial wird in der kommenden Woche die heutige Umgebung der künftigen Haltestellen gezeigt.

DT2-Buch: Verzögerungen

Was leider in der Bahnbranche inzwischen üblich geworden ist, zumindest beim Bau von Neufahrzeugen, sind Verzögerungen. Der Verlag des DT2-Buches hat aufgrund der Ostertage und damit einhergehendem allgemeinen erhöhtem Bestellaufkommen zur Zeit Lieferschwierigkeiten, da Bücher nur bei Bestellung gedruckt werden. Das Buch wird inzwischen bei den meisten Händlern gelistet. Sobald wir weitere Informationen zur Verfügbarkeit haben, werden wir die Buchseite natürlich aktualisieren und das über die Sozialen Netzwerke teilen.

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