Freitag und Samstag erneut Streik bei der HOCHBAHN

Die Gewerkschaft ver.di hat für Freitag und Samstag erneut bundesweit für Warnstreiks im öffentichen Nahverkehr aufgerufen. Nach der erfolglosen Verhandlungsrunde mit der HOCHBAHN heute folgte sogleich der Streikaufruf: Am 27. und 28. Februar werden ganztags wahrscheinlich wieder keine U-Bahnen und nur wenige HOCHBAHN-Busse in einem Notbetrieb verkehren.

Die HOCHBAHN hatte der ver.di heute ein erstes konkretes Angebot vorgelegt. Die Gewerkschaft hatte insgesamt 18 Forderungen gestellt, fünf davon betreffen den Entgelttarifvertrag, dreizehn den Manteltarifvertrag. Das Angebot sieht einen bis zum 31.12.2028 geltenden Tarifvertrag vor – um künftig sowohl den Mantel- als auch den Entgelttarifvertrag gleichzeitig verhandeln zu können:

„Das heute vorgelegte Angebot sieht vor, die Tabellenentgelte sowie die Ausbildungsvergütungen ab dem 1. Juni 2026 um 2,1 Prozent anzuheben. Eine weitere Erhöhung um 2,1 Prozent erfolgt dann zum 1. Januar 2028. Eine faktisch zusätzliche Lohnerhöhung erhalten die Mitarbeitenden durch die bereits vereinbarte sinkende Wochenarbeitszeit am 1. Januar und 1. Juli 2027 um jeweils 0,5 Stunden auf 37 Wochenstunden. Auf das Entgelt umgerechnet handelt es sich hiermit um eine weitere Verbesserung von 2,6 Prozent.“

HOCHBAHN-Pressemeldung über ihr Angebot

Die Gewerkschaft ver.di fordert dagegen unter anderem:

„Die Gewerkschaft ver.di fordert unter anderem eine Lohnsteigerung von 7,5 Prozent in Verbindung mit einer sozialen Komponente für die unteren Entgeltgruppen, die Erhöhung der Auszubildendenvergütung um 7,5 Prozent und die Einführung eines Mietkostenzuschusses in Höhe von 200 Euro pro Monat für Auszubildende. Auch die vollständige Kostenübernahme des Deutschlandtickets und eine Altersteilzeitregelung sind Teil des Forderungspakets. ver.di fordert eine Laufzeit von 12 Monaten.“

ver.di-Pressemeldung über ihre Forderungen

Am Freitagvormittag ist ein Demonstrationszug vom Dammtor zum Speersort geplant, um den Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Ob auch die vhh.mobility bestreikt wird, wird sich erst nach der nächsten Verhandlungsrunde am Donnerstag zeigen. Vorher werden am morgigen Mittwoch, 25. Februar die Werkstätten der vhh.mobility bestreikt. Es kann zu einzelnen Ausfällen kommen.