U-Bahn

Das Liniennetz und dessen Geschichte

Das Liniennetz der Hamburger U-Bahn ist heute 106,3km lang und von anderen Verkehrsmitteln komplett unabhängig. In Ohlsdorf besteht eine Verbindung ins Netz der Eisenbahn, und zwar an die Hamburger Güterumgehungsbahn.

Insgesamt 93 Stationen, wovon allerdings nur 45 im Tunnel liegen werden von vier Linien bedient. Durch Linienüberlagerungen beträgt die dichteste Zugfolge 4 Züge pro 10 Minuten. Die Linien U1, U2 und U3 verkehren tagsüber jeweils alle fünf Minuten, die U4 höchstens alle zehn Minuten. In den Hauptverkehrszeiten werden die Linien U1 und U3 verstärkt, sodass drei Züge pro 10 Minuten auf stark belasteten Abschnitten fahren.

Eine Übersicht über die vier U-Bahn-Linien gibt die folgende Tabelle, bei der mögliche Start- und Zielbahnhöfe fett hervorgehoben sind.

LinieHaltestellen
.U1.Norderstedt Mitte – Richtweg – Garstedt Ochsenzoll – Kiwittsmoor – Langenhorn Nord – Langenhorn Markt – Fuhlsbüttel Nord – Fuhlsbüttel – Klein Borstel – Ohlsdorf – Sengelmannstraße – Alsterdorf – Lattenkamp – Hudtwalckerstraße – Kellinghusenstraße – Klosterstern – Hallerstraße – Stephansplatz Jungfernstieg – Meßberg – Steinstraße – Hauptbahnhof Süd – Lohmühlenstraße – Lübecker StraßeWartenau – Ritterstraße – Wandsbeker Chaussee – Wandsbek Markt – Straßburger Straße – Alter Teichweg – Wandsbek-Gartenstadt – Trabrennbahn – Farmsen – Oldenfelde – Berne – Meiendorfer Weg – Volksdorf -> weiter nach Ohlstedt oder Großhansdorf:
a) … – Buckhorn – Hoisbüttel – Ohlstedt
b)… – Buchenkamp Ahrensburg West – Ahrensburg Ost – Schmalenbeck – Kiekut – Großhansdorf
.U2.Niendorf Nord – Schippelsweg – Joachim-Mähl-Straße – Niendorf Markt – Hagendeel – Hagenbecks Tierpark – Lutterothstraße – Osterstraße – Emilienstraße – Christuskirche Schlump Messehallen – Gänsemarkt – Jungfernstieg – Hauptbahnhof Nord – Berliner TorBurgstraße Hammer KircheRauhes HausHorner RennbahnLegienstraße Billstedt – Merkenstraße – Steinfurther Allee – Mümmelmannsberg

Von Mai 2023 bis April 2024 ist die Linie U2 zwischen Rauhes Haus und Legienstraße/Billstedt wegen Bauarbeiten unterbrochen.
.U3.Barmbek Saarlandstraße – Borgweg – Sierichstraße – Kellinghusenstraße – Eppendorfer Baum – Hoheluftbrücke – Schlump – Sternschanze – Feldstraße – St. Pauli – Landungsbrücken – Baumwall – Rödingsmarkt – Rathaus – Mönckebergstraße – Hauptbahnhof Süd – Berliner Tor – Lübecker Straße – Uhlandstraße – Mundsburg – Hamburger Straße – Dehnhaide – Barmbek – Habichstraße – Wandsbek-Gartenstadt
.U4.Elbbrücken HafenCity Universität – Überseequartier – Jungfernstieg – Hauptbahnhof Nord – Berliner TorBurgstraße

Seit Mai 2023 verkehrt die Linie U4 nicht mehr zwischen Burgstraße und Billstedt wegen Bauarbeiten für die U4-Verlängerung bis Horner Geest. In Tagesrandzeiten verkehren die Züge der Linie U4 zwischen Jungfernstieg und Rauhes Haus als U2.

Im Jahr 1912 nahm die Hamburger Hoch- und Untergrundbahn nach nur sechs Jahren Bauzeit den Betrieb auf der Ringlinie auf, die Äste nach Ohlsdorf, Hellkamp und Rothenburgsort folgten bis 1915. Nach einigen Netzerweiterungen (Ochsenzoll 1921, Walddörferbahn bis 1925) erreichte die U-Bahn 1931 den Jungfernstieg und damit den Abschluss für die nächsten Jahre.

Der Krieg traf Hammerbrook und Rothenburgsort im Jahr 1943 so schwer, dass die Zweigstrecke nach Rothenburgsort nicht wiederaufgebaut wurde. Auf den übrigen zum Teil ebenfalls schwer beschädigten Strecken konnte der Betrieb nach und nach wieder aufgenommen werden, am 1. Juli 1950 wurde das letzte Teilstück wieder in Betrieb genommen.

Ab 1947 bezeichnete man die Hoch- und Untergrundbahn nach Berliner Vorbild als U-Bahn. Am 10. Oktober 1955 begannen die ersten Arbeiten für Netzausbauten nach dem Krieg, und zwar für die Verbindung zwischen Jungfernstieg und Wandsbek-Gartenstadt (Hinschenfelde), der heutigen Linie U1, welche 1963 fertiggestellt wurde.

Es folgten die Arbeiten für die U1 bis Garstedt und die heutige U2 nach Hagenbecks Tierpark und Merkenstraße bis 1970. Das Verbindungsstück Schlump – Gänsemarkt – Berliner Tor wurde bis 1973 fertiggestellt. Parallel zum Netzausbau wurde die Hamburger Straßenbahn bis 1978 Stück für Stück eingestellt und durch U-Bahnen und/oder Busse ersetzt.

Niendorf wurde in zwei Etappen bis 1991 und Mümmelmannsberg im Jahr 1990 erreicht, die Verlängerung der U1 bis Norderstedt Mitte erfolgte bis 1996. Danach kehrte wieder einmal lange Jahre Ruhe in die Netzentwicklung ein, ehe 2012 die U4-Neubaustrecke Jungfernstieg – HafenCity Universität, deren Verlängerung bis zur S-Bahn-Strecke an den Elbbrücken 2018 sowie die neue Station Oldenfelde im Jahr 2019 eröffnet wurden.

Im Jahr 2020 beginnen die Arbeiten für den eigenen Ostast der Linie U4, welche an der Horner Rennbahn ausfädelt und die neuen Stationen Stoltenstraße und Horner Geest erhalten soll. Parallel laufen Planungen für eine komplett neue fünfte Linie, welche automatisch betrieben werden soll. Das erste Teilstück soll von Bramfeld in die City Nord führen, danach rechts der Alster in die Innenstadt, der Metrobuslinie 5 bis Siemersplatz folgen, und schließlich über Hagenbecks Tierpark den S-Bahnhof Stellingen erreichen. Der neue Bahnhof Elbbrücken bietet die Möglichkeit, die U4 auch über die Elbe zu verlängern.

Fahrzeuge und Links

Je nach Zählweise kamen bislang sechs bzw. acht verschiedene Fahrzeuggenerationen bei der Hamburger U-Bahn zum Einsatz mit Fahrgästen. Im Dezember 2023 kommen Fahrzeuge der Typen DT4 und DT5 wie folgt zum Einsatz:

LinieEinsatz
.U1.DT4 als 8-Wagen-Züge
DT5 als 9-Wagen-Züge
.U2.DT4 als 8-Wagen-Züge
DT5 als 9-Wagen-Züge
.U3.DT4: Kein planmäßiger Einsatz
DT5: Alle Fahrten als 6-Wagen-Züge
.U4.DT4 als 8-Wagen-Züge
DT5 als 9-Wagen-Züge

Die Hochbahn besitzt vier aufgearbeitete T-Wagen (davon 2 „ursprüngliche“ T-Wagen, 1 TU1 und 1 TU2) sowie einen zum Partywagen umgebauten DT1, welche für Sonderfahrten zum Einsatz kommen. Die Info-Seiten hierzu folgen zu einem späteren Zeitpunkt.

T-Wagen
1912 – 1970 im Einsatz

bisher keine Infoseiten

TU 1 (aus T-Wagen umgebaut)
Umbau 1947 – 1954, Einsatz bis 1970

bisher keine Infoseiten

TU 2 (aus T-Wagen umgebaut)
Umbau 1960 – 1961, Einsatz bis 1970

bisher keine Infoseiten

DT1
1958 – 1991 im Einsatz

bisher keine Infoseiten

Letzte Aktualisierung: 22.06.2024