U5 Bramfeld: 22 Tonnen-Findling geborgen

Auf der Baustelle für die künftige U5-Endhaltestelle Bramfeld ist ein rund 22 Tonnen schwerer Findling entdeckt und geborgen worden. Mit einer Größe von etwa 8 m³ (3,2 x 2,5 x 1 Meter) ist er damit der bisher viertgrößte Hamburgs und soll als Denkmal erhalten werden.

Der große Granitstein wurde beim Ausheben der Baugrube in einer Tiefe von etwa sieben Metern gefunden. Nach Schätzung des Geologischen Landesamtes ist er mehrere Millionen Jahre alt und wurde in der Saale-Eiszeit vor rund 200.000 Jahren mit dem Gletscher nach Hamburg transportiert. Trotz umfassender engmaschiger Baugrunduntersuchungen lassen sich Funde wie dieser während des Baus nicht ausschließen.

„Dieser Fund in Bramfeld ist eine echte Sensation – so ein geologisches Schwergewicht haben wir in Hamburg seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr ans Licht befördert! Mit schätzungsweise 22 Tonnen wiegt der Koloss in etwa so viel wie ein ausgewachsener Buckelwal. Damit reiht er sich direkt in die Riege der berühmten Hamburger Großfindlinge ein, angeführt vom ‚Alten Schweden‘.“

Katharina Fegebank (GRÜNE), Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft

Wo genau der Stein sein neues Zuhause findet, wird laut Umweltsenatorin Fegebank (GRÜNE) nun zeitnah geklärt. Er soll einen Namen bekommen – die Namenssuche soll über die sozialen Netzwerke laufen.

Für die Bergung kam ein mobiler Spezialkran zum Einsatz. Bis über die weitere Verwendung entschieden ist, wird der Findling auf der Baustelle zwischengelagert.

Vorbereitungen für die Bergung des Findlings – Foto: HOCHBAHN
Bergung des Findlings mit einem Spezialkran – Foto: HOCHBAHN

Auswirkungen auf den Baufortschritt hat(te) der Fund nicht: Die Arbeiten laufen planmäßig weiter. Die Schlitzwandarbeiten sind nahezu abgeschlossen, die Baugrube bereits bis zu sieben Meter tief ausgehoben. Wie auch an der künftigen Haltestelle Barmbek Nord ist sie teilweise überdeckelt, um den Straßenverkehr am Bramfelder Dorfplatz aufrechtzuerhalten.

Titelbild: Bergung des Findlings mit einem Spezialkran – Foto: HOCHBAHN