Billstedt: Zerlegung des Unfallzugs hat begonnen

Knapp ein Vierteljahr nach dem schweren Unfall in Billstedt, bei dem zweieinhalb Wagen eines aussetzenden U4-Zuges entgleisten und zusätzlich mit einem parallel fahrenden Zug der Linie U2 kollidierten, hat die Zerlegung des Unfallzugs in der Nacht zu Mittwoch begonnen.

Bereits wenige Tage nach dem Unfall entschied sich die HOCHBAHN, das Fahrzeug aufzugeben und vor Ort zerlegen zu lassen. Einerseits sind bzw. waren die Sachschäden erheblich, andererseits wäre eine Bergung per Kran nur mit erheblichen Eingriffen in die Vegetation möglich gewesen. Zunächst wurden diverse Ersatzteile ausgebaut, zuletzt auch die Isolierung in den Wagenwänden entfernt. Vor Ort wird jetzt nur der vollständig entgleiste Halbzug verschrottet, die andere Hälfte soll auf dem Schienenweg die Unfallstelle verlassen.

Die folgende Galerie zeigt Aufnahmen vom 21. Januar und 8. April und lässt sich per Klick als Vollbildansicht mit Bildbeschreibungen öffnen.

Um den Zugverkehr nicht zu beeinträchtigen laufen die Arbeiten bis zum 24. April nachts – jeweils sonntags bis donnerstags von 22 bis 4 Uhr. Wann die Bergung des nur teilweise entgleisten Halbzugs erfolgen soll, ist derzeit noch offen.

Bei dem Unfall am 20. Januar entstand erheblicher Sachschaden, verletzt wurde niemand. Der Fahrer des entgleisten Zuges erlitt jedoch einen Schock und wurde ins Krankenhaus gebracht. Bereits zwei Tage später, am 22. Januar, konnte der Zugverkehr zum Betriebsbeginn wieder aufgenommen werden.