Die Gewerkschaft ver.di hat am Morgen alle Beschäftigten der HOCHBAHN zu einem weiteren 24-Stunden-Streik aufgerufen. Der Streik beginnt am Samstagmorgen, 21. März um 3 Uhr – nach gerade einmal einem streikfreien Tag. Seit Donnerstagmorgen stehen bereits die U-Bahnen und die meisten Buslinien komplett still.
Es ist davon auszugehen, dass keine U-Bahnen und nur wenige Busse auf ausgewählten Linien der HOCHBAHN in einem Notbetrieb fahren werden. Die S-Bahnen, Fähren und Regionalzüge sind nicht vom Streik betroffen, ebenso nicht die Busse der vhh.mobility und Unternehmen, die im Auftrag der HOCHBAHN auf deren Linien fahren.
Hintergrund des Warnstreiks sind die laufenden Tarifverhandlungen zwischen ver.di und der HOCHBAHN, die am 23. und 24. März fortgesetzt werden. Nach Angaben der Gewerkschaft habe es zuletzt kein ausreichendes Entgegenkommen der Arbeitgeberseite gegeben, obwohl man selbst schon nachgab: Statt der ursprünglich geforderten 7,5 Prozent mehr Lohn bei zwölf Monaten Laufzeit habe die Gewerkschaft eine Entgeltsteigerung von 3,4 Prozent beziehungsweise mindestens 150 Euro vorgeschlagen.
Das Angebot der HOCHBAHN sieht dagegen bei einer Laufzeit von 30 Monaten eine Entgelterhöhung von bis zu 8,1 Prozent vor. Die erste Erhöhung von 2,1 Prozent – mindestens 90 Euro – solle rückwirkend zum 1. Januar 2026 gelten. Weitere Steigerungen seien für Juli 2027 und Mai 2028 vorgesehen.
Ein zentraler Streitpunkt ist die Laufzeit des Tarifvertrags: Die Gewerkschaft hält diese mit Blick auf unsichere Preisentwicklungen für zu lang.
