Modernisierung der Haltestelle Farmsen hat begonnen

Aktualisiert • Seit Ende Februar saniert die HOCHBAHN die U1-Haltestelle Farmsen umfassend – die Fertigstellung ist erst für 2029 geplant. Der Grund für die lange Bauzeit: Alle Arbeiten finden unter rollendem Rad statt – ohne Einschränkungen für die Fahrgäste. Parallel startet auch die Umgestaltung des Haltestellenumfelds.

Die Haltestelle Farmsen ist über 100 Jahre alt, wurde Anfang der 1960er Jahre umgebaut und um einen zweiten Bahnsteig ergänzt. 1996 folgten die Zugänge auf der Südseite mit Aufzügen sowie die Erneuerung der Bahnsteigdächer. Nun wird sie grundlegend instandgesetzt und modernisiert.

Den Auftakt bilden die Arbeiten in der Schalterhalle (Nord). Dort werden bis zum Sommer 2026 zunächst die Fassaden der Geschäfte erneuert, Decke und Fußboden folgen erst zu einem späteren Zeitpunkt. Nach Abschluss der Arbeiten soll sich die Schalterhalle offen, hell und klar strukturiert zeigen.

Anschließend geht es mit der Instandsetzung der Bahnsteige weiter. Dabei werden die Bahnsteigflächen und Bahnsteigkanten und alle damit verbundenen baulichen Anlagen erneuert. Diese Arbeiten erfolgen in mehreren Abschnitten und werden insgesamt rund zwei Jahre andauern. Durch die schrittweise Umsetzung kann der U-Bahn-Betrieb aufrecht erhalten werden.

Im letzten dritten Schritt wird das Haltestellendach umfassend instandgesetzt. Konkret werden die Dachkonstruktion, die Abdichtung und die Beleuchtung erneuert. Das bisher türkisfarbene Dach wird künftig in Anthrazit gestaltet. Der Witterungsschutz soll verbessert und das Erscheinungsbild zeitgemäßer werden. Mit der Fertigstellung des Daches werden im Jahr 2029 alle Maßnahmen abgeschlossen sein.

Die Haltestelle Farmsen vor der Modernisierung

Ende Februar entstanden noch einmal Bilder vom bisherigen Zustand der Haltestelle Farmsen vor Beginn der Modernisierungsarbeiten. Erste Arbeiten (Erneuerung der Trinkwasserleitung) hatten bereits seit Oktober 2025 stattgefunden.

Die Bilder lassen sich per Klick als Vollbild-Galerie öffnen.

Auch das Haltestellenumfeld wird neu gestaltet

Ebenfalls im Februar gestartet sind die bauvorbereitenden Maßnahmen für die Neugestaltung des Haltestellenumfelds. Der gesamte Straßenraum zwischen der Kreuzung Am Luisenhof (östlich der Haltestelle) und Berner Heerweg (westlich der Haltestelle) wird umgestaltet. Dabei soll die Situation für den Bus-, Fußgänger- und Radverkehr verbessert werden.

Im ersten Schritt mussten 36 Bäume gefällt werden, die durch 47 Neupflanzungen ersetzt werden. Bis zum Frühjahr 2027 werden von Hamburger Energienetze und Hamburg Wasser neue Leitungen verlegt, anschließend beginnt der eigentliche Umbau.

Dem Autoverkehr werden auch künftig vier Fahrspuren zur Verfügung stehen, die im Bereich der U-Bahnbrücke aber etwas verschoben werden. Die Gehwege werden mit Breiten von ca. 2 bis 4 Metern erneuert. Die Geh- und Radwege werden durch taktile Elemente für Sehbehinderte abgegrenzt. Die Ampeln werden barrierefrei gebaut und 27 neue freistehende Bänke im Haltestellenumfeld aufgestellt. Die Radwege werden überwiegend neu gebaut, die Fahrradabstellanlage erweitert.

Für den Busverkehr entstehen neue Haltepositionen mit Sitzmöglichkeiten dichter an den U-Bahn-Zugängen. Bereits seit 2025 stehen neue Überliegeplätze für Busse westlich der Haltestelle im Bereich Bramfelder Weg zur Verfügung. Die Ampelanlagen sollen mit Busvorrangschaltungen ausgestattet werden, um Wartezeiten zu verkürzen.

Nordöstlich der Haltestelle müssen die Parkplätze entfallen und die Anzahl an Taxiparkplätzen von acht auf fünf reduziert werden. Es entstehen außerdem zwei Parkplätze mit Ladesäulen für Elektroautos und fünf zentrale Abstellflächen für E-Scooter, drei davon an den U-Bahn-Zugängen. Insgesamt sollen 1200 m² weniger asphaltiert sein.

Nachtrag, 06.03.2026: Absatz zur Neugestaltung des Haltestellenumfelds ergänzt.