Bei der HOCHBAHN kommt es am Donnerstag erneut zu einem ganztägigen Warnstreik von 3 Uhr bis Freitagmorgen um 3 Uhr. Dazu hat die Gewerkschaft ver.di die Beschäftigten aufgerufen. Auch die Nachtfahrten sind betroffen.
Die HOCHBAHN rechnet damit, dass der Betrieb von U-Bahnen und Bussen zum Streikbeginn voraussichtlich nicht aufgenommen werden kann. Ob wie bei den letzten Streiks im Tagesverlauf einzelne Notbetriebe auf ausgewählten Linien möglich sein werden, soll situativ geprüft werden. Fahrgäste werden gebeten, auf die S-Bahnen und andere Verkehrsmittel auszuweichen, die nicht vom Streik betroffen sind. Auch die Busse der vhh.mobility sind nicht betroffen.
Über die aktuelle Betriebslage will die HOCHBAHN ihre Fahrgäste am Donnerstag fortlaufend über die hvv-App, die hvv-switch-App sowie über die Internetseite hvv.de informieren. Auch auf der Unternehmensseite hochbahn.de und über die Social-Media-Kanäle sollen aktuelle Informationen zu eventuell fahrenden Linien veröffentlicht werden. Wie bei den vergangenen Streiks werden die elektronischen Fahrplanauskünfte die voraussichtlich ausfallenden Fahrten nicht berücksichtigen.
Ver.di kommt HOCHBAHN entgegen
Hintergrund des Warnstreiks sind die laufenden Tarifverhandlungen zwischen ver.di und der HOCHBAHN. Nach Angaben der Gewerkschaft habe es zuletzt kein ausreichendes Entgegenkommen der Arbeitgeberseite gegeben, obwohl man selbst schon nachgab: Statt der ursprünglich geforderten 7,5 Prozent mehr Lohn bei zwölf Monaten Laufzeit habe die Gewerkschaft eine Entgeltsteigerung von 3,4 Prozent beziehungsweise mindestens 150 Euro vorgeschlagen.
Das Angebot der HOCHBAHN sieht dagegen bei einer Laufzeit von 30 Monaten eine Entgelterhöhung von bis zu 8,1 Prozent vor. Die erste Erhöhung von 2,1 Prozent – mindestens 90 Euro – solle rückwirkend zum 1. Januar 2026 gelten. Weitere Steigerungen seien für Juli 2027 und Mai 2028 vorgesehen.
Ein zentraler Streitpunkt ist die Laufzeit des Tarifvertrags: Die Gewerkschaft hält diese mit Blick auf unsichere Preisentwicklungen für zu lang.
Für die HOCHBAHN ist der erneute Streik „nicht nachvollziehbar“, da die nächsten Verhandlungen am 23. und 24. März stattfinden sollen. Die Gewerkschaft ver.di begründet den Warnstreik mit fehlender Bewegung auf der Arbeitgeberseite.
