Landesweiter Nahverkehrsplan 2027-2031: Was die NAH.SH in den nächsten Jahren plant

Schleswig-Holstein plant große Veränderungen im Nahverkehr: Neue Regionalexpresslinien, S-Bahn-Ausbau im Hamburger Umland und mehrere Streckenreaktivierungen. Auch Regio-S-Bahnen für Kiel und Lübeck sind im Gespräch. Grundlage ist der Entwurf für den landesweiten Nahverkehrsplan 2027–2031, der nun vorliegt und die einzelnen Maßnahmen genauer beschreibt. Derzeit geben verschiedene Akteure (Träger öffentlicher Belange) Stellungnahmen zum Entwurf ab. Der LNVP wird alle fünf Jahre herausgegeben und steckt die Ziele im Nahverkehr fest. DT5 Online blickt auf die gesetzten und geplanten Maßnahmen in den Bereichen Betrieb und Infrastruktur.

Auf die letzten fünf Jahre blickt die NAH.SH zufrieden zurück: Elf Linien wurden dank der Inbetriebnahme von 55 Akkuzügen elektrifiziert – damit stieg die Elektrifizierungsquote von 29 auf fast 70 Prozent. Ein Sprung vom letzten auf den zweiten Platz. Die AKN elektrifiziert ihre A1-Hauptstrecke (Projekt S5) und reaktiviert die Strecke zum Schönberger Strand. Mit dem neuen LNVP soll die Qualität des Nahverkehrs weiter verbessert werden. Die Pläne seien ambitioniert, aber genau diesen ehrgeizigen Plan brauche es, um die öffentliche Mobilität in den kommenden Jahren zu verbessern – so Claus Ruhe Madsen, Verkehrsminister von Schleswig-Holstein im Vorwort des LNVP-Entwurfs. Die Finanzierung erfolgt aus diversen Töpfen, u.a. aus dem Sondervermögen des Bundes in Höhe von 100 Milliarden Euro, das 2025 auf den Weg gebracht wurde. Dem Land Schleswig-Holstein stehen ca. 3,43 Milliarden Euro hiervon zur Verfügung.

Im Folgenden werden alle Angebots- und Infrastrukturmaßnahmen aufgeführt – da Angebotsmaßnahmen oft von Infrastrukturmaßnahmen abhängen, kommt es naturgemäß zu einzelnen Doppelungen. Maßnahmen mit einem Bezug zum hvv sind mit einem entsprechenden [>hvv]-Symbol gekennzeichnet.

Die NAH.SH möchte nach Möglichkeit alle vorgestellten Projekte umsetzen und hat sie in drei Priorisierungskategorien eingestuft: „Gesetzt“ (voraussichtlich finanzierbar), „zu planen“ (planerisch vorbereiten, um Maßnahme nach Möglichkeit umzusetzen) und „zu untersuchen“ (Entscheidungsgrundlage bis zum nächsten LNVP vorbereiten). Im LNVP sind alle Maßnahmen jeweils alphabetisch sortiert – eine Priorisierung ist mit der Reihenfolge also nicht verbunden.

Überblick über die geplanten Maßnahmen

Da die Maßnahmenliste sehr lang ist, soll dieser Absatz ein paar aus Hamburger Sicht wichtige Projekte knapp anreißen.

Gesetzt sind die Maßnahmen, die im Zusammenhang S5 und AKN-Expresszug stehen. Mit der Inbetriebnahme der S5 soll eine zweite stündliche Verbindung Norderstedt – Neumünster entstehen, die wie ein RE nur an ausgewählten Bahnhöfen hält. Die Bahnsteige der A2 sollen auch im Nordabschnitt auf 110 Meter verlängert werden, um bei Baustellen mit Doppeltraktionen fahren zu können. Auf der Linie A3 soll ein neuer Halt Henstedt-Ulzburg West am Bahnübergang Lindenstraße/Möschen entstehen. Bemerkenswert und wohl neu sind die Planungen, die verbleibenden AKN-Linien A2 und A3 ab 2032 auf Batteriezüge umzustellen. Der Bau der entsprechenden Nachlademöglichkeiten ist bereits gesetzt. Ebenfalls gesetzt sind Kapazitätsausweitungen auf der Linie RE 7, die künftig auch in Dreifach- statt Doppeltraktion verkehren soll und eine neue Regionalbahnlinie RE 78 zwischen Kiel und Hamburg über Bad Oldesloe.

In der Kategorie „zu Planen“ wird die Reaktivierung der Strecke nach Geesthacht geführt, aber auch ein Ausbau zwischen Pinneberg und Elmshorn sowie Taktverdichtungen bei der S-Bahn nach Wedel und Pinneberg. Neu im LNVP in der Kategorie „zu untersuchen“ ist ein drittes Gleis zwischen Ahrensburg-Gartenholz und Bargteheide für die S4. Nördlich von Ahrensburg-Gartenholz müssen künftig drei S-Bahnen stündlich das südwärtsführende Hauptgleis kreuzen, um nach Bargteheide zu kommen – nur um dort nach einer weiteren Kreuzung am S-Bahnsteig zwei Mal stündlich enden und wenden zu können. Der dritte Zug fährt weiter bis Bad Oldesloe. Vor dem Hintergrund des zunehmenden Verkehrs auf der Lübecker Achse war diese Planung bereits länger deutlicher Kritik ausgesetzt: Es entstehe sehenden Auges ein neues Nadelöhr, das Verspätungen ins S-Bahn-Netz übertragen könnte. Ebenfalls im Status „zu untersuchen“ ist die Reaktivierung der Strecke Uetersen – Tornesch zu finden, obwohl eine Untersuchung für eine isolierte Reaktivierung vor einigen Jahren negativ ausfiel. Die Strecke könne nur reaktiviert werden, wenn die Züge mindestens bis Pinneberg geführt werden würden.

Nicht mehr im Hamburger Raum, aber nicht minder bemerkenswert ist, dass die Ausbauten der neg-Strecken Niebüll – Tønder und Niebüll – Dagebüll in der Kategorie „gesetzt“ geführt werden. Seit mehreren Jahren war es um die ETCS-Ausrüstung der Strecke nach Dänemark und die Elektrifizierung nach Dagebüll sehr ruhig geworden.

Die seit Jahren immer wieder in Norderstedt diskutierte Verlängerung der Linie U1 über Norderstedt Mitte hinaus bis Quickborner Straße ist nicht in den Landesnahverkehrsplan aufgenommen worden. Die HOCHBAHN hatte wiederholt mitgeteilt, auch keine Planungskapazitäten für dieses Projekt zu haben.

Angebotsmaßnahmen im Einzelnen

Gesetzt

  • AKN-Expresszug Norderstedt – Neumünster
  • Einführung des „Preetz-Pendels“ (RB 86) und Beschleunigung der RB 84 zum RE 84
  • Flügelkonzept RE 74 Jübek – Flensburg
  • Kapazitätsausweitung beim RE 1 Hamburg – Büchen
  • Kapazitätserweiterungen in den Akkunetzen
  • Kapazitätsausweitungen in den Netzen Mitte und Süd-West durch neue Fahrzeuge
  • Kapazitätserweiterung durch Doppeltraktionen Neumünster – Norderstedt bei Baumaßnahmen
  • Kapazitätserweiterung durch Dreifachtraktionen Kiel – Hamburg bei Baumaßnahmen
  • Neuer RE 78 Kiel – Neumünster – Bad Segeberg – Bad Oldesloe – Hamburg
  • Regio-S-Bahn Lübeck: Ast St. Jürgen (RS3)
  • S4 Hamburg – Bad Oldesloe
  • S5 Hamburg – Kaltenkirchen
  • Verlängerung der RB 61 nach Heide (Ersatz der RB 62)
  • Verlängerung der RB 71 Hamburg – Wrist bis Kellinghusen
  • Verlängerung der RB 75 Rensburg – Seemühlen
  • Verlängerung der RB 76 bis Schönberger Strand

Zu Planen

  • Ausweitung des Preetz-Pendels: Spät- und Wochenendverkehre
  • Direkte Anbindung der Flensburger Innenstadt
  • Planmäßige Führung des RE 7 zwischen Neumünster und Hamburg in Dreifachtraktion
  • RB Hamburg-Bergedorf – Geesthacht und RE Hamburg Hbf – Geesthacht
  • Regio-S-Bahn Kiel
  • Regio-S-Bahn Lübeck
  • S-Bahn oder Regionalbahn zwischen Pinneberg und Elmshorn
  • Stundentakt der RB 63 Hohenwestedt – Heide
  • Stundentakt Lübeck – Fehmarn auf der FBQ-Anbindung
  • Taktverdichtung der S-Bahn nach Pinneberg
  • Taktverdichtung der S-Bahn nach Wedel
  • Verdichtung des Angebots zum Halbstundentakt Husum – Niebüll (- Westerland)

Zu Untersuchen

  • Angebotsausweitung zwischen Hamburg und Lübeck mit weiterem stündlichem RE
  • Beschleunigung des RE 6 Elmshorn – Itzehoe – Westerland
  • Kapazitätsausweitung beim RE 7 durch Doppeltraktion zwischen Neumünster und Flensburg
  • Neue RB Plön – Neumünster
  • Neue RB Hamburg – Pinneberg – Uetersen
  • Regio-S-Bahn Lübeck: RS 5
  • Verbesserter Taktverkehr auf der Linie A3
  • Verlängerung der RB 73 Eckernförde – Kappeln und Flügel nach Flensburg

Gesetzte Angebotsmaßnahmen

[>hvv] AKN-Expresszug Norderstedt – Neumünster: Zwischen Neumünster und Norderstedt soll eine Expresslinie im Stundentakt eingeführt werden, sodass für die größeren Kommunen ganztags ein Schnell-Langsam-Konzept angeboten werde. Der AKN-Expresszug soll in Neumünster, Bad Bramstedt, Kaltenkirchen, Henstedt-Ulzburg, Ulzburg Süd und an mehreren Stationen in Norderstedt halten. In einer zweiten Ausbaustufe ist ein zusätzlicher Halt in Boostedt geplant. Die neue Linie soll in Neumünster einen Anschluss an den RE 70 nach Kiel erhalten. Von Norderstedt bis Kiel verkürze sich die Fahrzeit um knapp 20 Minuten.

Einführung des „Preetz-Pendels“ (RB 86) und Beschleunigung der RB 84 zur RE 84: Nach Fertigstellung der nächsten Ausbaustufe Kiel – Lübeck soll die Linie RB 84 als RE 84 verkehren. Damit ist eine Beschleunigung um 13 Minuten (74 statt 87 Minuten) verbunden. Zur Bedienung der Halte Kiel-Elmschenhagen und Raisdorf sowie der neuen Halte Schwentinental Ostseepark, Preetz Nord und Preetz Krankenhaus soll eine neue stündliche Linie RB 86 eingeführt werden. Diese verkehrt jedoch nicht ganztags – außerhalb der geplanten Zeiten soll der RE 84 überall halten.

Flügelkonzept RE 74 Jübek – Flensburg: Die Linie RE 74 (Kiel – Husum) soll in Jübek aus/mit einem Zugteil von/nach Flensburg kuppeln. Dadurch soll eine zweite stündliche Verbindung zwischen Rendsburg und Flensburg entstehen. Hierfür müssen der Bahnhof Jübek angepasst und drei neue Akkuzüge beschafft werden.

[>hvv] Kapazitätsausweitung beim RE 1 Hamburg – Büchen: Ab Dezember 2027 sollen die Kapazitäten in den Hauptverkehrszeiten zwischen Hamburg und Büchen ausgebaut werden. Die aus Schwerin und Rostock kommenden fünfteiligen neuen Alstom Coradia MAX-Züge sollen in diesem Abschnitt um einen dreiteiligen Zugteil verstärkt werden. Außerdem wird der RE 1 künftig ganztägig stündlich auch zwischen Büchen und Schwerin verkehren.

[>hvv] Kapazitätserweiterungen in den Akkunetzen: Auf den gut ausgelasteten Linien RE 74 (Kiel – Husum, künftig mit Flügel nach Flensburg), RE 72 (Kiel – Flensburg) und RB 84 (Kiel – Lübeck, künftig RE 84) sollen die Züge künftig ganztägig in Doppeltraktion fahren. Hierfür müssen elf weitere Akkuzüge beschafft werden. Auch die Linie RB 82 zwischen Neumünster und Bad Oldesloe soll außerhalb der Hauptverkehrszeit mit Doppeltraktionen fahren, hierfür sind die Fahrzeuge bereits vorhanden.

[>hvv] Kapazitätsausweitungen in den Netzen Mitte und Süd-West durch neue Fahrzeuge: Durch den Einsatz neuer Alstom Coradia MAX-Züge ab Dezember 2027 werden besonders auf den Linien RB 61 und RB 71 (Hamburg – Itzehoe/Wrist) die Kapazitäten ausgeweitet.

[>hvv] Kapazitätserweiterung durch Doppeltraktionen Neumünster – Norderstedt bei Baumaßnahmen: Die Bahnsteige zwischen Kaltenkirchen und Neumünster sollen verlängert werden, damit künftig auf der gesamten Linie A2 (Norderstedt Mitte – Neumünster) und dem AKN-Expresszug Doppeltraktionen eingesetzt werden. Mögliche Anlässe hierfür sind Streckensperrungen zwischen Neumünster und Hamburg bzw. Bad Oldesloe.

[>hvv] Kapazitätserweiterung durch Dreifachtraktionen Kiel – Hamburg bei Baumaßnahmen: Die Bahnsteige entlang der Strecke sollen verlängert werden, um drei gekuppelte Alstom Coradia MAX-Züge aufnehmen zu können. Dies sei auf der Strecke Hamburg – Kiel bei Baustellen so schnell wie möglich nötig. Die Maßnahme ist die erste Stufe eines dreistufigen Konzepts: In Stufe 1 nur bei Bauarbeiten, in Stufe 2 soll der RE 7 im Abschnitt Neumünster – Hamburg dreiteilig geführt werden und in Stufe 3 soll der Flügel nach Flensburg/Tinglev in Doppeltraktion verkehren. Die Kosten seien noch nicht bezifferbar.

[>hvv] Neuer RE 78 Kiel – Neumünster – Bad Segeberg – Bad Oldesloe – Hamburg: Nach dem Ausbau der Strecke Neumünster – Bad Oldesloe (u.a. Elektrifizierung) soll eine neue Linie RE 78 eingeführt werden, um die Linien RE 7 und RE 70 zu entlasten. Außerdem soll die Reisezeit zwischen Kiel und den Kreisen Segeberg und Stormarn verbessert werden. Für Neumünster, Bad Segeberg, Bad Oldesloe und Ahrensburg ergeben sich neue oder zusätzliche umsteigefreie Verbindungen nach Hamburg und Kiel. Zusätzlich erhöht die neue Linie die Resilienz, insbesondere bei Einschränkungen auf der Strecke Hamburg – Neumünster. Für die neue Linie werden sechs zusätzliche Alstom Coradia MAX-Züge benötigt. Neu ist das Projekt nicht, bisher war eine Führung bis Ahrensburg geplant. Die neuen Pläne sorgten bereits in den vergangenen Wochen für Kritik aus Bargteheide, da die Züge dort nicht halten sollen.

Regio-S-Bahn Lübeck: Ast St. Jürgen (RS3): Richtung Bad Kleinen ist nach dem Umbaus des Halts Lübeck-St. Jürgen mittelfristig ein halbstündlicher Takt bis Lübeck-St. Jürgen möglich.

[>hvv] S4 Hamburg – Bad Oldesloe: Die neue S-Bahnlinie S4 verkehrt künftig alle 10 Minuten zwischen Hamburg und Ahrensburg und alle 20 Minuten zwischen Hamburg und Bargteheide. Bislang wird ein 15- bzw. 30 Minuten-Takt angeboten. Bis Bad Oldesloe wird weiterhin nur im Stundentakt gefahren.

[>hvv] S5 Hamburg – Kaltenkirchen: Die Linie A1 (Eidelstedt – Ulzburg Süd) wird elektrifiziert und künftig von Zügen der Linie S5 täglich im 20 Minuten-Takt bedient. Somit wird der Takt am Wochenende verdichtet. Im Abschnitt Eidelstedt – Quickborn ist mo-fr zu den Hauptverkehrszeiten weiterhin ein 10 Minuten-Takt vorgesehen.

[>hvv] Verlängerung der RB 61 nach Heide (Ersatz der RB 62): Die Linie RB 61 soll nach erfolgter Elektrifizierung der Strecke bis Heide verlängert werden und damit die Linie RB 62 ersetzen. Damit erhalten Wilster, Burg (Dithmarschen), St. Michaelisdonn und Meldorf täglich durchgängig stündliche Direktverbindungen nach Hamburg.

[>hvv] Verlängerung der RB 71 Hamburg – Wrist bis Kellinghusen: Die Linie Hamburg – Wrist soll bis Kellinghusen verlängert werden, dafür ist die Strecke zu reaktivieren.

Verlängerung der RB 75 Rensburg – Seemühlen: Die Linie RB 75 Kiel – Rensburg soll mit drei neuen Stationen Rensburg-Seemühlen, Rendsburg-Mastbrook und Rendsburg-Kronwerk/Büdelsdorf im Stundentakt bis Rendsburg-Seemühlen verlängert werden. Hierfür ist die Strecke zu reaktivieren. In Abhängigkeit von der Infrastrukturmaßnahme ist ggf. eine Verlängerung bis Fockbek möglich. Für die Reaktivierung muss das Stellwerk Rendsburg angepasst werden, was erst nach Inbetriebnahme des ESTW möglich ist. Im bisherigen Relaisstellwerk (RSTW) gilt ein Umbauverbot, in welchem keine Einrichtung eines Streckenblocks in Richtung Rendsburg-Seemühlen möglich ist.

Verlängerung der RB 76 bis Schönberger Strand: Die Linie RB 76 Kiel – Probsteierhagen wird mit vier neuen Stationen Passade, Fiefbergen, Schönberg und Schönberger Strand verlängert.

Zu planende Angebotsmaßnahmen

Ausweitung des Preetz-Pendels: Spät- und Wochenendverkehre: Die neue Linie RB 86 soll zunächst nur mo-fr bis 19 Uhr fahren. Durch eine Ausweitung der Verkehrszeit auf die Spätverkehre und Wochenenden kann die Verbindung Kiel – Lübeck auch zu diesen Verkehrszeiten halbstündlich schnell angebunden werden.

Direkte Anbindung der Flensburger Innenstadt: Der Bau des Flensburger Innenstadtbahnhofs ermöglicht die Führung dreier Linien dorthin: RE 7 (stündlich von/nach Hamburg, zweistündlich weiter nach Tinglev), RE 72 (stündlich von/nach Kiel über Eckernförde und Süderbrarup) und RE 74 (stündlich von/nach Kiel über Rensburg und Schleswig). Taktverdichtungen sind zu einem späteren Zeitpunkt möglich.

[>hvv] Planmäßige Führung des RE 7 zwischen Neumünster und Hamburg in Dreifachtraktion: Mittelfristig sollen die Züge in diesem Streckenabschnitt in Dreifachtraktion geführt werden, die 1.080 Sitzplätze bietet. Für diese zweite Ausbaustufe werden der Bahnsteig 9 im Hamburger Hauptbahnhof sowie bis zu fünf weitere Alstom Coradia MAX-Triebzüge benötigt.

[>hvv] RB Hamburg-Bergedorf – Geesthacht und RE Hamburg Hbf – Geesthacht: Die Strecke nach Geesthacht soll reaktiviert werden. Zwischen Geesthacht und Bergedorf ist eine RB-Verbindung im 20 Minuten-Takt geplant, die um eine schnelle RE-Verbindung zum Hamburger Hauptbahnhof ergänzt werden soll. Hierfür sind ca. 6 zusätzliche Fahrzeuge nötig.

Regio-S-Bahn Kiel: Für die Regio-S-Bahn Kiel wurde ein Stufenkonzept entwickelt. Infrastrukturell leicht umsetzbare Regio-S-Bahn-Maßnahmen sollen zuerst umgesetzt werden. In Kiel sind alle Linien ein ergänzendes Angebot zu den RE-Linien außer auf der Verbindung in Richtung Neumünster. Mit dem bereits bestehenden und dem geplanten Umfang und Takt lässt sich das SPNV-Angebot bereits als Regio-S-Bahn darstellen:

Übersicht über das Regio-S-Bahn-Netz Kiel – Quelle: NAH.SH LNVP 2027-31
  • RS 1 Kiel – Neumünster im Halbstundentakt mit Halt an allen Stationen. Die Integration bestehender/geplanter Leistungen (RE 7, RE 70, RE 78) ist zu prüfen.
  • RS 2 Kiel – Preetz im Halbstundentakt (Verdichtung des Preetz-Pendels, RB 86)
  • RS 3 Kiel – Rendsburg-Seemühlen im Halbstundentakt als Verdichtung der heutigen RB 85
  • RS 4 Kiel – Eckernförde im Halbstundentakt als Verdichtung der heutigen RB 73
  • RS 5 Kiel – Schönberger Strand im Halbstundentakt als Verdichtung der heutigen RB 76

Für die Umsetzung sind mehrere infrastrukturelle Anpassungen (Zweigleisigkeiten, Kreuzungsbahnhöfe) aber auch 6 zusätzliche Akkuzüge und 2 weitere Fahrzeuge für die RS 1 notwendig. Es sind außerdem zusätzliche Halte geplant.

Regio-S-Bahn Lübeck: Auch für die Regio-S-Bahn Lübeck ist ein Stufenkonzept geplant. Die Linien RS 1 und RS 2 werden durch aus Hamburg kommende RE-Verbindungen der Linien RE 8 und RE 80 gebildet. Das Angebot ist wie folgt geplant:

Übersicht über das Regio-S-Bahn-Netz Lübeck – Quelle: NAH.SH LNVP 2027-31
  • RS 1 (Hamburg -) Lübeck – Neustadt ganztägiger Halbstundentakt. Nach Fertigstellung der Fehmarnbeltquerung sollen die Züge nach Hamburg durchgebunden werden. Ergänzung um einen RE Richtung Fehmarn im 1- oder 2-Stunden-Takt.
  • RS 2 (Hamburg -) Lübeck – Travemünde im Halbstundentakt durch die Linien RE 8 und RE 80
  • RS 3 Lübeck – Lübeck-St. Jürgen, siehe gesetzte Maßnahmen
  • RS 4 Lübeck – Büchen perspektivisch im Halbstundentakt, in erster Stufe bis Ratzeburg oder Mölln als Interimslösung
  • RS 5 Lübeck – Malente Nord, siehe zu untersuchende Maßnahmen

[>hvv] S-Bahn oder Regionalbahn zwischen Pinneberg und Elmshorn: Mit einem dritten und vierten Gleis zwischen Pinneberg und Elmshorn soll das Zugangebot auf diesem Abschnitt verdichtet werden. Dafür werden zwei Alternativen geplant: Verlängerung der Linie S3 alle 10 bzw. 20 Minuten bis Elmshorn oder zusätzliche Regionalbahnen für einen Viertelstundentakt, der aber nur bis Hamburg-Altona (neu, also Diebsteich) verkehren könnte. Hier ist die Knotenstudie Hamburg abzuwarten.

Stundentakt der RB 63 Hohenwestedt – Heide: Der bisherige Zweistundentakt in diesem Abschnitt soll zu einem Stundentakt verdichtet werden. Hierfür ist ein Kreuzungsbahnhof in Albersdorf und ein weiterer Akkuzug nötig.

Stundentakt Lübeck – Fehmarn auf der FBQ-Anbindung: Nach derzeitigem Finanzierungsstand soll der RE Fehmarn – Lübeck im 2 Stunden-Takt verkehren. Eine Verlängerung ins dänische Nykøbing ist technisch mit tunnelgängigen Fahrzeugen möglich. Für einen Stundentakt zwischen Lübeck und Fehmarn-Burg werden zwei weitere Fahrzeuge benötigt.

[>hvv] Taktverdichtung der S-Bahn nach Pinneberg: Die Linie S3 soll künftig im Tagesverkehr durchgängig, samstagsnachmittags und sonntags alle 10 Minuten bis Pinneberg verkehren. (Anmerkung: Diverse Fahrten des 10 Minuten-Taktes wurden aus Kostengründen zum Jahresfahrplan 2025 gestrichen)

[>hvv] Taktverdichtung der S-Bahn nach Wedel: Nach einem zweigleisigem Ausbau der Strecke auf Hamburger Gebiet soll die S1 ganztägig alle 10 Minuten bis Wedel verkehren. Ein zusätzlicher Bahnhof Wedel Ost könnte mit bedient werden. Es wird von einem Mehrbedarf von 2 Fahrzeugen ausgegangen.

Verdichtung des Angebots zum Halbstundentakt Husum – Niebüll (- Westerland): Zwischen Niebüll und Husum wird der Stundentakt des RE 6 bereits heute durch weitere Fahrten verdichtet, zur HVZ besteht zeitweise ein Halbstundentakt. Dieser soll künftig ganztags mit einem Schnell-Langsam-Konzept zwischen Husum und Niebüll – Westerland angestrebt werden. Weitere Stationen in Husum Nord, Risum-Lindholm und Hattstedt werden geprüft und könnten im Stundentakt von den Verstärkerzügen Husum – Westerland bedient werden. Hierfür ist ein zweigleisiger Ausbau der Strecke Niebüll – Klanxbüll erforderlich.

Zu untersuchende Angebotsmaßnahmen

[>hvv] Angebotsausweitung zwischen Hamburg und Lübeck mit weiterem stündlichem RE: Ein weiterer RE zwischen Hamburg und Lübeck könnte laut NAH.SH sinnvoll sein. Dieser könnte ggf. zusätzliche Zwischenhalte wie Bargteheide bedienen und so die kleineren Städte an der Achse Hamburg – Lübeck besser anbinden. Im Gegenzug könnte der RE 8 oder RE 80 beschleunigt werden.

[>hvv] Beschleunigung des RE 6 Elmshorn – Itzehoe – Westerland: Nach der Marschbahnelektrifizierung und ergänzenden Ausbauvorhaben (insbesondere der Zweigleisigkeit zwischen Niebüll und Westerland) kann die Fahrzeit des RE 6 deutlich verkürzt werden. Mittels einer Spange Itzehoe – Elmshorn ließe sich die Streckenlänge zwischen Hamburg und Westerland um ca. 12 Kilometer verkürzen, was Zugkilometer und damit auch Kosten einspart.

[>hvv] Kapazitätsausweitung beim RE 7 durch Doppeltraktion zwischen Neumünster und Flensburg: Langfristig könnte durch steigende Fahrgastzahlen die dritte Ausbaustufe des RE 7 nötig sein: Dann soll der Ast Neumünster – Flensburg mit Doppeltraktionen bedient werden. Hierfür sind Bahnsteigverlängerungen und bis zu fünf zusätzliche Fahrzeuge nötig.

Neue RB Plön – Neumünster: Durch die Reaktivierung der Strecke Neumünster – Ascheberg könnte eine neue RB zwischen Neumünster und Plön über Wankendorf eingeführt werden. Gegenüber einer Fahrt über Hamburg ließe sich die Fahrzeit um knapp 10 Minuten verkürzen. Zusätzlich gäbe es eine alternative Fahrmöglichkeit bei Störungen zwischen Kiel und Ascheberg. Sollte der Nutzen-Kosten-Faktor der Reaktivierung Neumünster – Ascheberg den Wert 1,0 überschreiten wird die RB höher priorisiert und als Maßnahme der Kategorie „zu planen“ weitergeführt.

[>hvv] Neue RB Hamburg – Pinneberg – Uetersen: Die Strecke Uetersen – Tornesch könnte für einen Nahverkehr im Halbstundentakt reaktiviert werden. Für eine möglichst hohe Wirkung sollte die Linie über Pinneberg hinaus Richtung Hamburg verlängert werden, entweder über die Güterumgehungsbahn oder bis Hamburg-Altona (neu). Das Konzept ist mit Hamburg abzustimmen. Es würden 2 Fahrzeuge nur für den Abschnitt Uetersen – Pinneberg benötigt.

Regio-S-Bahn Lübeck, Linie RS 5: Mit vier zusätzlichen Akkuzügen ließen sich zwei zusätzliche RB-Linien zwischen Lübeck – Eutin – Malente und Malente Nord als Regio-S-Bahn in Ergänzung zu den beiden stündlichen RE-Linien einrichten. Dafür sind zahlreiche Ausbauten wie ein drittes und viertes Gleis zwischen Lübeck und Bad Schwartau Waldhalle notwendig.

[>hvv] Verbesserter Taktverkehr auf der Linie A3: Der Fahrplan der Linie A3 kann zwischen Elmshorn und Barmstedt sukzessive zu einem gleichmäßigen Halbstundentakt an allen Wochentagen weiterentwickelt werden – mit Verdichtungen in nachfragestarken Zeiten.

Verlängerung der RB 73 Eckernförde – Kappeln und Flügel nach Flensburg: Die Linie RB 73 Kiel – Eckernförde lässt sich über Süderbrarup über die zu reaktivierende Strecke nach Kappeln verlängern und könnte im Stundentakt verkehren. Durch Einsatz einer Doppeltraktion könnte ein Zugteil ab Süderbrarup weiter nach Flensburg fahren.

Infrastrukturmaßnahmen im Einzelnen

Die folgenden Maßnahmen sind für neue Angebotsmaßnahmen oder eine größere Resilienz im Netz Voraussetzung. Während einige Maßnahmen bereits im Bau sind, sind andere erst im Ideenstadium. Zeit- und Kostenrahmen haben den Planungsstand 2025. Die aufgeführten Maßnahmen sind nach Regionen und Realisierungszeitraum und alphabetisch geordnet. Neu im LNVP 2027-2031 sind Projekte rund um die Strecke Hamburg – Lübeck – Fehmarn, ein drittes und viertes Gleis zwischen Lübeck und Bad Schwartau sowie ein drittes Gleis zwischen Ahrensburg-Gartenholz und Bargteheide.

Nicht mehr im LNVP sind die Reaktivierung der Strecke Flensburg – Niebüll (politisch keine Mehrheit vor Ort, Trasse soll gesichert werden), die Nordanbindung des Hamburger Flughafens (von/nach Norderstedt) sowie die S-Bahn-Anbindung von Schenefeld. Auch eine in Norderstedt immer wieder diskutierte U1-Verlängerung über Norderstedt Mitte hinaus bis Quickborner Straße ist nicht Teil des LNVP.

Gesetzt

  • AKN-Bahnsteigverlängerungen zwischen Kaltenkirchen und Neumünster
  • Ausbau des Bahnknotens Elmshorn
  • Ausbau Hamburg – Bad Oldesloe (S4)
  • Ausbau Kiel – Preetz (Baustufe 2A Kiel – Lübeck)
  • Ausbau Niebüll – Tønder (ETCS und Geschwindigkeitserhöhung)
  • Ausbau Norderstedt – Neumünster
  • Ausbau und Elektrifizierung Neumünster – Bad Segeberg – Bad Oldesloe
  • Bahnsteigverlängerungen im Netz Mitte
  • Elektrifizierung Itzehoe – Westerland (Marschbahn)
  • Elektrifizierung Niebüll – Dagebüll
  • Elektrifizierung und Ausbau Hamburg – Kaltenkirchen (S5)
  • Nachladeinfrastruktur für die AKN
  • Oberleitungsinselanlage für Akkuzüge in Eckernförde
  • Oberleitungsinselanlage für Akkuzüge in Bad Malente-Gremsmühlen
  • Reaktivierung Rendsburg – Rendsburg-Seemühlen
  • Reaktivierung Wrist – Kellinghusen
  • Signaltechnik und Bahnsteigmaßnahmen für Flügelkonzept des RE 74 in Jübek
  • Weiterführung der Reaktivierung Kiel – Schönberger Strand
  • Zweiter Bahnsteig Lübeck-St. Jürgen

Zu Planen

  • Ausbau der Bahnstrecke Neumünster – Heide
  • Ausbau der Bahnstrecke Itzehoe – Westerland (Marschbahn)
  • Ausbau der Bahnstrecke Elmshorn – Pinneberg
  • Infrastrukturmaßnahmen für eine mögliche Regio-S-Bahn Kiel
  • Ausbau der Bahnstrecke Lübeck – Büchen (- Lüneburg)
  • Ausbau der Bahnstrecke Bad Schwartau Waldhalle – Lübeck-Travemünde Strand, Baustufe 1
  • Knoten Flensburg mit zentralem Innenstadtbahnhof
  • Reaktivierung der Strecke Geesthacht – Hamburg

Zu Untersuchen

  • Ausbau der Bahnstrecke Ahrensburg – Bargteheide (drittes Gleis)
  • Ausbau der Bahnstrecke Kiel – Lübeck, Baustufe 2B
  • Drittes und viertes Gleis Lübeck – Bad Schwartau Waldhalle
  • Reaktivierung der Strecke Neumünster – Ascheberg
  • Reaktivierung der Strecke Süderbrarup – Kappeln
  • Reaktivierung der Strecke Uetersen – Tornesch
  • Streckenverkürzung der Strecke Elmshorn – Horst – Itzehoe

Gesetzte Infrastrukturmaßnahmen

[>hvv] AKN-Bahnsteigverlängerungen zwischen Kaltenkirchen und Neumünster: Zwischen Neumünster und Kaltenkirchen werden alle Bahnsteige für Doppeltraktionen verlängert. Die Kosten in Höhe von 7 Millionen Euro werden aus dem Sondervermögen finanziert.

[>hvv] Ausbau des Bahnknotens Elmshorn: Der Bahnhof wird in Richtung Süden verschoben, um mehr Platz für Gleise und Weichen im Nordkopf zu schaffen. Der neue Zugang wird ca. 200 Meter südlich der jetzigen Personenunterführung liegen. Damit wird das Stadtentwicklungsgebiet am Buttermarkt mit neuem Rathaus erschlossen. Eine vierte Bahnsteigkante wird ergänzt und ein neues Empfangsgebäude gebaut. Ebenso ist ein neuer ZOB geplant. Die Vorplanung steht kurz vor dem Abschluss, eine Inbetriebnahme ist in der zweiten Hälfte der 2030er-Jahre geplant. Das Projekt wird überwiegend durch den Bund finanziert.

[>hvv] Ausbau Hamburg – Bad Oldesloe (S4): Zwischen Hamburg-Hasselbrook und Ahrensburg-Gartenholz werden zwei separate S-Bahn-Gleise und bis Bargteheide ein weiteres Gleis gebaut. Die Gesamtinbetriebnahme ist bislang noch für 2029 geplant. Es entstehen mehrere neue Halte: Wandsbek Rathaus, Bovestraße, Holstenhofweg, Pulverhof und Ahrensburg West.

Ausbau Kiel – Preetz (Baustufe 2A Kiel – Lübeck): Auf ca. 15 Kilometern wird die Strecke zwischen Kiel und Preetz ausgebaut. Dabei wird die Höchstgeschwindigkeit von 100 auf 120/140 km/h erhöht, Preetz erhält eine dritte Bahnsteigkante, erhöhte Bahnsteige und Aufzüge. In Kiel-Elmschenhagen entsteht ein neuer Außenbahnsteig, außerdem werden die Stationen Schwentinental-Ostseepark, Preetz Nord und Preetz Krankenhaus neu gebaut. Das Planfeststellungsverfahren steht kurz vor dem Abschluss, die Inbetriebnahme soll im Zeitraum 2027 erfolgen.

Ausbau Niebüll – Tønder (ETCS und Geschwindigkeitserhöhung): Die Höchstgeschwindigkeit soll auf 120 km/h angehoben und die Strecke mit ETCS ausgerüstet werden. Die Planungen sind abgeschlossen und sahen im Jahr 2019 Kosten in Höhe von 11 Millionen Euro vor, die das Land allein trägt. Die Inbetriebnahme von ETCS erfolgt frühestens 2027, auf dänischer Seite ist die Ausrüstung bereits erfolgt. Das Projekt ist eng an die Inbetriebnahme des ESTW Niebüll angebunden. Die Geschwindigkeitserhöhung erfolgt frühestens im Dezember 2030.

[>hvv] Ausbau Norderstedt – Neumünster: Für die Einführung des Expresszugs wird die Streckengeschwindigkeit auf mehreren Abschnitten erhöht und zusätzliche Kreuzungsstellen gebaut. Die Vorplanung läuft – die Inbetriebnahme ist für Dezember 2028 (abhängig von der Inbetriebnahme der S5) geplant. Weitere Beschleunigungsmaßnahmen könnten danach erfolgen.

[>hvv] Ausbau und Elektrifizierung Neumünster – Bad Segeberg – Bad Oldesloe: Die Strecke soll in zwei Baustufen elektrifiziert und zweigleisig ausgebaut werden. Die Vorplanung ist noch nicht abgeschlossen, die Umsetzung ist für Anfang der 2030er-Jahre geplant. In Baustufe 1 (Kosten: Ca. 200 Millionen Euro) wird die Strecke vollständig elektrifiziert und in längeren Abschnitten zweigleisig ausgebaut. In Baustufe 2 folgen die übrigen Abschnitte. Es werden die möglichen neuen Stationen Bad Segeberg West und Ost geplant, für eine frühere Realisierung ist ein Halt Bad Oldesloe Ost vorgesehen.

[>hvv] Bahnsteigverlängerungen im Netz Mitte: Im ersten Schritt werden ab 2027 die Bahnsteige in Bordesholm und Nortorf erhöht. Die Bahnsteige in Bordesholm werden auf 330 Meter und in Einfeld auf 220 Meter verlängert. In einer zweiten Stufe, möglichst zu Beginn der 2030er-Jahre werden mit dem Bau des neuen Bahnsteigs 9 im Hamburger Hbf Dreifachtraktionen auf dem RE 7 möglich. In der zweiten Hälfte des Jahrzehnts sollen die Bahnsteige in Wrist und Brokstedt auf 330 Meter verlängert werden – dann könnte der RE 70 in Dreifachtraktion fahren. Im Zuge der Ausbaumaßnahmen Pinneberg – Elmshorn soll auch geprüft werden, die Bahnsteige in Pinneberg auf 330 Meter zu verlängern.

[>hvv] Elektrifizierung Itzehoe – Westerland (Marschbahn): Parallel zum Projekt Ausbau Itzehoe – Westerland soll die 172 Kilometer lange Strecke der Marschbahn zwischen Itzehoe und Westerland sowie die 26 Kilometer lange Strecke zwischen Jübek und Husum elektrifiziert werden. Für die Elektrifizierung wurde im Januar 2025 vom Land ein Generalplaner beauftragt. Die Vorplanungen laufen. Stand Oktober 2025 belaufen sich die Investitionskosten auf 745 Millionen Euro (ohne Ausbaumaßnahmen), von denen das Land 127 Millionen Euro zahlen wird. Die Inbetriebnahme soll Anfang der 2030er-Jahre erfolgen.

Elektrifizierung Niebüll – Dagebüll: Auch die 13,7 Kilometer lange Strecke Niebüll – Dagebüll soll elektrifiziert werden, um wieder Fernverkehr nach Dagebüll anbieten zu können. Auch der Nahverkehr soll perspektivisch elektrisch fahren. Die Maßnahme soll zusammen mit der Marschbahnelektrifizierung durchgeführt werden. Die Planungen sind bereits abgeschlossen, die Kosten belaufen sich auf „nur“ 17 Millionen Euro, von denen das Land gerade einmal 2 Millionen Euro trägt.

[>hvv] Elektrifizierung und Ausbau Hamburg – Kaltenkirchen (S5): Seit 2023 wird die 30 Kilometer lange Strecke zwischen Hamburg-Eidelstedt und Kaltenkirchen elektrifiziert und der zweigleisige Ausbau fortgesetzt. Die für ursprünglich Dezember 2025 geplante Inbetriebnahme musste um bereits drei Jahre verschoben werden. Für 270 Millionen Euro (Stand 2023) wird die Reisezeit nach Hamburg um bis zu vier Minuten verkürzt und der Umstieg in Eidelstedt in die S-Bahn entfällt. Im Rahmen des S5-Projekts wird außerdem die Leit- und Sicherungstechnik angepasst, die Bahnsteige erhöht und verlängert und die Stellwerkstechnik erneuert.

[>hvv] Nachladeinfrastruktur für die AKN: Im AKN-Kernnetz sollen künftig Akkuzüge eingesetzt werden. Hierfür müssen Lademöglichkeiten geschaffen werden. Zwischen Ulzburg Süd und Kaltenkirchen wird im Rahmen des Projekts S5 eine Oberleitung gebaut. Das Umrichterwerk Kaltenkirchen muss für die erhöhte Leistungsabnahme um einen weiteren Umrichter ergänzt werden – dies ist bereits beim Bau berücksichtigt. Es sollen voraussichtlich die Gleise 1 in Neumünster und 1a in Elmshorn elektrifiziert werden. Dadurch wird auf der A3 ein Akkuzug-Einsatz mit Viertelstundentakt im Abschnitt Elmshorn – Barmstedt möglich. Es gibt erste Voruntersuchungen, aber noch keinen Kosten- und Zeitplan. Die NAH.SH strebt eine Fertigstellung der Ladeinfrastruktur bis 2032 an.

Oberleitungsinselanlage für Akkuzüge in Eckernförde: In Eckernförde soll eine Oberleitungsinselanlage entstehen, um den Betrieb zwischen Kiel und Flensburg bei Streckensperrungen zu stabilisieren.

Oberleitungsinselanlage für Akkuzüge in Bad Malente-Gremsmühlen: In Bad Malente-Gremsmühlen soll eine Oberleitungsinselanlage entstehen, um einen flexibleren Betrieb bei Baustellen und Störungen zu ermöglichen.

Reaktivierung Rendsburg – Rendsburg-Seemühlen: Der ca. 2,5 Kilometer lange Streckenabschnitt vom Abzweig Rendsburg-Kronwerk bis zum Haltepunkt Rendsburg-Seemühlen soll reaktiviert werden. Es sind neue Haltepunkte in Mastbrook, Rendsburg-Seemühlen sowie an der Hauptstrecke Neumünster – Flensburg in Rendsburg-Kronwerk/Büdelsdorf geplant. Die Infrastruktur ist bis auf die Bahnsteige fertiggestellt, diese sollen im Dezember 2029 in Betrieb genommen werden. Die Strecke wird bereits für das Betriebswerk der Firma Stadler für die Batteriezüge genutzt, eine Wiederinbetriebnahme für den SPNV ist aber erst mit der für 2027 geplanten Inbetriebnahme des ESTW Rendsburg möglich. Die Weichenverbindung in Büdelsdorf verzögert die Inbetriebnahme bis 2029. Langfristig ließe sich die Strecke um weitere 1,5 Kilometer bis Fockbek verlängern.

[>hvv] Reaktivierung Wrist – Kellinghusen: Die ca. 2 Kilometer lange Bahnstrecke nach Kellinghusen soll 2033 wiederinbetriebgenommen werden. Hierfür sind neue Brücken über die Mühlenbek und Stör nötig und die Strecke muss elektrifiziert werden. Derzeit läuft die Entwurfsplanung. Da die Wendezeit in Wrist derzeit 45 Minuten beträgt, werden keine zusätzlichen Fahrzeuge benötigt. Grund für die langjährigen Verzögerungen in diesem Projekt seien komplexe Abstimmungen mit dem Hochwasserschutz. Die Kosten werden auf 30 Millionen Euro geschätzt (2025).

Signaltechnik und Bahnsteigmaßnahmen für Flügelkonzept des RE 74 in Jübek: Zum Trennen und Zusammenführen von Zügen werden weitere Signale nachgerüstet. Die Maßnahme kostet 1,5 Millionen Euro, die aus dem Sondervermögen finanziert werden.

Weiterführung der Reaktivierung Kiel – Schönberger Strand: Zum Dezember 2026 wird die Linie RB 76 bis Probsteierhagen, zum Dezember 2027 über Passade, Fiefbergen und Schönberg bis zum Schönberger Strand verlängert. Die Fahrzeit verkürzt sich gegenüber den bisher verkehrenden Bussen um 10 bis 15 Minuten. In Kiel Schulen am Langsee soll ein Umsteigepunkt zur Stadtbahn Kiel hergestellt werden.

Zweiter Bahnsteig Lübeck-St. Jürgen: Über das Sondervermögen soll der Bau eines zweiten Bahnsteigs an der Strecke nach Lübeck-Schlutup finanziert werden. Das Gleis muss die Wende von Zugfahrten ermöglichen und elektrifiziert werden.

Zu planende Infrastrukturmaßnahmen

Ausbau der Bahnstrecke Neumünster – Heide: Derzeit laufen Vorüberlegungen für die Errichtung eines Kreuzungsbahnhofs in Albersdorf, um auch zwischen Hohenwestedt und Heide einen Stundentakt der RB 63 anbieten zu können. In einer weiteren Baustufe soll die Streckenhöchstgeschwindigkeit erhöht werden, um die Fahrzeit zwischen den Taktknoten Heide und Neumünster zu verkürzen.

Ausbau der Bahnstrecke Itzehoe – Westerland (Marschbahn): Möglichst parallel zur Elektrifizierung sollen die Strecken Itzehoe – Westerland und Jübek – Husum ausgebaut werden. Geplant ist eine Erhöhung der Geschwindigkeit.Außerdem sind verschiedene Maßnahmen an 11 Halten, der Ausbau von Abstellkapazitäten und eine Ausrüstung mit ETCS geplant oder in Prüfung. Umfangreichere Geschwindigkeitserhöhungen werden im Bereich Wilster, St. Michaelisdonn, Heide, Lunden – Friedrichstadt und Husum – Jübek geplant. Das Projekt ist Gegenstand der Gesamtplanung Elektrifizierung (nur bis zur Vorplanung). Eine Inbetriebnahme wird Anfang der 2030er-Jahre angestrebt.

[>hvv] Ausbau der Bahnstrecke Elmshorn – Pinneberg: Zur Kapazitätserweiterung des Streckenabschnitts Elmshorn – Pinneberg soll ein drittes und viertes Gleis als Fernbahngleis gebaut werden. Der Ausbau würde im engen Zusammenhang mit dem Projekt Knoten Elmshorn stehen und den Neubau der Stationen Elmshorn Süd und Pinneberg Nord beinhalten. Mit der DB InfraGO wurde Ende 2023 eine Vereinbarung über die Vorplanung abgeschlossen. Mit Stand 2020 werden mit Kosten von 500 bis 700 Millionen Euro gerechnet. Die Inbetriebnahme wird für die zweite Hälfte der 2030er-Jahre anvisiert.

Infrastrukturmaßnahmen für eine mögliche Regio-S-Bahn Kiel: Für die Regio-S-Bahn Kiel ist ein stufenweises Vorgehen geplant. Auf den meisten Strecken rund um Kiel lässt die heute eingleisige Infrastruktur nur nach umfangreichen Ausbauten einen dichteren Takt zu. Besonders wichtig ist laut LNVP der Ausbau der Flaschenhälse Kiel Hbf – Kiel-Hassee CITTI-PARK (Richtung Rendsburg und Eckernförde) sowie Kiel Hbf – Abzweig Kiel Richtung Lübeck und Schönberger Strand. Für die einzelnen Linien ist geplant:

  • RS 1 Kiel – Neumünster: Bau der Stationen Kiel-Meimersdorf und Neumünster-Tungendorf. Aktuell laufen Vorüberlegungen, es gibt keinen Kosten- und Zeitplan.
  • RS 2 Kiel – Preetz: Aufbauend auf den Maßnahmen aus dem Projekt Kiel – Lübeck Baustufe 2A sind neue Begegnungsstellen zwischen Kiel Hbf und Schwentinental-Ostseepark nötig. Die Station Kiel Berchtesgadener Straße würde neu gebaut. Für den Kreuzungsbahnhof bestehen bereits Vorüberlegungen, im Übrigen ist der Kosten- und Zeitplan offen.
  • RS 3 Kiel – Rendsburg-Seemühlen: Es bestehen Vorüberlegungen für den Bau der Haltepunkte Kiel Mettenhof, Kiel Winterbeker Straße und Kiel Hamburger Chaussee sowie den Bau zweigleisiger Begegnungsabschnitte Kiel Hbf – Hassee, Mettenhof – Melsdorf und Bredenbek – Schülldorf. Punktuell kann die Geschwindigkeit erhöht werden. Der Kosten- und Zeitplan ist offen.
  • RS 4 Kiel – Eckernförde Krankenhaus: Für eine Regio-S-Bahn müssten zweigleisige Streckenabschnitte Kronshagen Schulzentrum – Levensauer Hochbrücke und Gettorf Süd – Altenhof errichtet werden. Die Streckengeschwindigkeit wäre punktuell zu erhöhen. Geplant sind die neuen Stationen Kiel Hofholzallee, Kronshagen Schulzentrum, Neuwittenbek, Gettorf Süd, Eckernförde Pferdemarkt, Eckernförde Hauptstrand und Eckernförde Krankenhaus. Für die dritte Stufe des Projekts Stadtbahn Kiel wäre der Bahnhof Suchsdorf zu verlegen. Auch hier ist der Kosten- und Zeitrahmen offen, es bestehen nur Vorüberlegungen.
  • RS 5 Kiel – Schönberger Strand: Für eine Regio-S-Bahn müsste nur ein Kreuzungsbahnhof in Kiel-Wellingdorf gebaut werden, alle anderen Voraussetzungen für einen Halbstundentakt sind bereits gegeben oder entstehen mit der laufenden Reaktivierung.

[>hvv] Ausbau der Bahnstrecke Lübeck – Büchen (- Lüneburg): Für den perspektivischen Regio-S-Bahn-Ast Lübeck – Büchen (alternativ zusätzliche RB im Stundentakt) sollen Stationen in Lübeck-Genin und Pogeez entstehen. Es müsste ein Begegnungsabschnitt im Bereich Lübeck Hochschulstadtteil gebaut werden. Für die Wende in Büchen wäre ein zusätzliches Wendegleis mit eigenem Bahnsteig erforderlich. Langfristig ist nach Verwirklichung einer kreuzungsfreien Querung der Hauptstrecke Hamburg – Berlin eine Verlängerung der RB bis Lüneburg umsetzbar, übergangsweise könnte diese im Abschnitt Lüneburg – Büchen angebotrn werden. Die Geschwindigkeit kann erhöht werden. Es haben bisher keine Planungen begonnen, es gibt keinen Kosten- und Zeitrahmen.

Ausbau der Bahnstrecke Bad Schwartau Waldhalle – Lübeck-Travemünde Strand, Baustufe 1: Der Bahnhof Travemünde Strand kann im Halbstundentakt an Hamburg angebunden werden. Grundlage ist die Flügelung des 30 Minuten-Taktes Hamburg – Lübeck mit Zugteilen nach Neustadt in Holstein und Travemünde Strand. Damit der Zug anders als heute an allen Zwischenhalten zwischen Lübeck Hbf und Travemünde Strand halten kann ist eine geringfügige Beschleunigung im Abschnitt Lübeck-Kücknitz nötig. Außerdem wird eine neue Station in Lübeck-Waldhusen geprüft. Für weitere Taktverdichtungen werden ein drittes und viertes Gleis zwischen Lübeck und Bad Schwartau Waldhalle, die Verlängerung der Zweigleisigkeit bis zum Abzweig Roter Hahn sowie eine zweite Bahnsteigkante in Travemünde Strand benötigt. Die Entwurfs- und Genehmigungsplanung ist sehr weit fortgeschritten, die Maßnahmen sollen im Rahmen der Bauarbeiten der Fehmarnbelt-Hinterlandanbindung umgesetzt werden.

Knoten Flensburg mit zentralem Innenstadtbahnhof: Es soll ein Innenstadtbahnhof am ZOB geschaffen werden, das alte Hafengleis soll bis zum Standort des früheren Bahnhofs reaktiviert werden, der Bahnhof Flensburg-Weiche soll als Nah- und Fernverkehrshalt reaktiviert werden. Außerdem könnten mehrere Haltepunkte wie z.B. Flensburg-Exe und Flensburg-Zentralkrankenhaus gebaut werden. Aktuell laufen Vorüberlegungen und erste vertiefende Studien, die Kosten wurden 2016 auf 27 bis 70 Millionen Euro je nach Variante geschätzt (einfache Ertüchtigung bis hin zum Bau mehrerer Verbindungskurven und Haltepunkte).

Übersicht über mögliche Maßnahmen im Knoten Flensburg – Quelle: NAH.SH LNVP 2027-31

[>hvv] Reaktivierung der Strecke Geesthacht – Hamburg: Die 14 Kilometer lange Strecke Hamburg – Geesthacht mit den Stationen Geesthacht, Geesthacht-Düneberg, Escheburg, Börnsen, Bergedorf Süd, Bergedorf und Nettelnburg soll reaktiviert werden. Eine Vereinbarung über die Vorplanung ist mit Hamburg in Verhandlung. Die Vorplanung wird von der AKN übernommen. Es sollen drei Betriebsstufen untersucht werden: In der ersten Stufe verkehren nur die RB-Züge zwischen Hamburg-Bergedorf und Geesthacht ohne RE-Durchbindung zum Hamburger Hbf. Diese Durchbindung mit Halten in Hamburg Hbf, Hamburg-Bergedorf Innovationspark und Geesthacht kommt in einer zweiten Stufe hinzu. Stufe 3 ergänzt die Stufe 2 um eine zusätzliche RB-Fahrt zwischen Hamburg-Bergedorf und Bergedorf Ost sowie um eine Streckenverlängerung von Geesthacht bis Geesthacht Elbstraße. Diese Stufen sollen voneinander unabhängig umsetzbar sein. Die Gesamtkosten wurden mit Stand 2025 auf 177,5 Millionen Euro geschätzt, die zum Teil aus dem Sondervermögen finanziert werden sollen (Landesanteil SH: 30 Millionen Euro).

Zu untersuchende Infrastrukturmaßnahmen

[>hvv] Ausbau der Bahnstrecke Ahrensburg – Bargteheide (drittes Gleis): Aktuell laufen Vorüberlegungen für ein drittes Gleis zwischen Ahrensburg-Gartenholz und Bargteheide für die S-Bahn (S4). Das dritte Gleis würde in Bargteheide an dem für die S-Bahn vorgesehenen Bahnsteig enden. Mit einem dritten Gleis sind die Fahrten des 20 Minuten-Taktes der S4 unabhängig von den übrigen RE-, Fern- und Güterzügen und auf den Fernbahngleisen werden Kapazitäten für weitere Züge frei. Je nach mittel- bis langfristiger Weiterentwicklung des Verkehrsangebots in der Achse Hamburg – Bad Oldesloe – Lübeck hätte diese Maßnahme eine entscheidende Bedeutung für die Umsetzung weiterer Fahrplanangebote. Ein Kosten- und Zeitplan liegt noch nicht vor.

Ausbau der Bahnstrecke Kiel – Lübeck, Baustufe 2B: Die Fahrzeit zwischen Kiel und Lübeck soll auf unter eine Stunde reduziert werden. Der Abschnitt 2B umfasst den Ausbau des Streckenabschnitts Ascheberg – Bad Schwartau. Hier könnte die Streckenhöchstgeschwindigkeit bis auf teilweise 160 km/h angehoben werden. Der südlich von Eutin befindliche zweigleisige Abschnitt müsste Richtung Pönitz verlängert werden. Die Fahrzeit ließe sich auf 54 Minuten kürzen, rund 15 Minuten schneller als heute. Die Strecke nach Malente Nord könnte für die Regio-S-Bahn Lübeck reaktiviert werden. Für das geplante Angebot ist außerdem ein drittes und viertes Gleis zwischen Lübeck und Bad Schwartau Waldhalle notwendig, dazu sogleich. Eine Einbindung zweier Regio-S-Bahn-Linien Richtung Malente Nord zusätzlich zu den beiden RE-Linien Lübeck – Kiel sei ohne diesen Ausbau nach Inbetriebnahme der Fehmarnbeltquerung nicht möglich. Aktuell ist die Vorstudie auf Vorplanungsniveau abgeschlossen, Stand 2025 wird mit Kosten in Höhe von 400 Millionen Euro ausgegangen (Landesanteil: 100 Millionen Euro), der Zeitplan ist noch offen.

Drittes und viertes Gleis Lübeck – Bad Schwartau Waldhalle: Für den viergleisigen Ausbau – einen wichtigen Baustein für die Regio-S-Bahn Lübeck – laufen derzeit Vorüberlegungen und Trassierungsstudien. Mit Inbetriebnahme der Schienenanbindung der Fehmarnbeltquerung wird die Einfahrt von Norden nach Lübeck zur Engstelle für den Schienenverkehr, da sich alle Züge nur zwei Gleise teilen müssen. Bei der Zu- und Abfahrt reicht die Kapazität des Taktknotens nicht aus. Dieser Ausbau sollte vom Bund in das Schienenwegeausbaugesetz aufgenommen werden. Zwei zusätzliche Stationen Lübeck Karlstraße und Lübeck Oderstraße sind zu prüfen.

Reaktivierung der Strecke Neumünster – Ascheberg: Die 26 Kilometer lange Bahnstrecke Neumünster – Ascheberg soll mit einer Streckengeschwindigkeit von mindestens 120 km/h reaktiviert werden. Es sollen neue Stationen entstehen, mindestens eine in Wankendorf. Der Betrieb könne aber nur wirtschaftlich realisiert werden, wenn nach der Streckenertüchtigung die Bedienung mit nur einem Triebfahrzeug möglich ist, das zwischen Neumünster und Plön pendelt. In einer Machbarkeitsstudie wird nun der Nutzen-Kosten-Faktor ermittelt. Bei einem Ergebnis von mindestens 1,0 wird die Reaktivierung höher priorisiert und als Maßnahme der Kategorie „zu planen“ weitergeführt. Der Zeitplan ist insgesamt noch offen.

Reaktivierung der Strecke Süderbrarup – Kappeln: Die 14 Kilometer lange Bahnstrecke Süderbrarup – Kappeln soll reaktiviert werden, möglicherweise mit einem neuen Haltepunkt in Scheggerott. Aktuell laufen Vorüberlegungen, es besteht aber Handlungsbedarf aufgrund des schlechten Streckenzustands. Einen Kosten- und Zeitrahmen gibt es nicht. Die Strecke wird bisher nur im Museums- und Sonderverkehr befahren und müsste ertüchtigt werden.

[>hvv] Reaktivierung der Strecke Uetersen – Tornesch: Schließlich soll auch die ca. 4 Kilometer lange Strecke zwischen Tornesch und Uetersen reaktiviert werden, mit den neuen Halten Uetersen Ost, Uetersen Bierbahnhof und Tornesch Rathaus. Eine 2018/19 erstellte Machbarkeitsstudie kam zum Ergebnis, dass eine isolierte Reaktivierung nicht sinnvoll ist. Eine RB-Verbindung müsste daher mindestens bis Pinneberg oder Hamburg geführt werden. Einen Kosten- und Zeitplan gibt es nicht.

[>hvv] Streckenverkürzung der Strecke Elmshorn – Horst – Itzehoe: Es könnte eine 16 Kilometer lange Neubaustrecke als Bypass zwischen Elmshorn und Itzehoe zur Fahrzeitverkürzung gebaut werden. Die Marschbahn besitzt eine unterdurchschnittliche Reisegeschwindigkeit, u.a. wegen der ungünstigen Streckenführung. Die Strecke Elmshorn – Heide ist mit 94 Kilometern rund eineinhalb Mal länger als die Luftlinie. An der Strecke Elmshorn – Neumünster könnte in Horst eine Neubaustrecke nach Lägerdorf bei Itzehoe parallel zur Autobahn A 23 gebaut werden. Dabei soll die Güterzugstrecke Lägerdorf – Itzehoe teilweise mitgenutzt werden.

Untersuchungspaket für weitere Maßnahmen: Um das Potenzial und die Machbarkeit einzelner Reaktivierungs- und Ausbaumaßnahmen zu bewerten, soll ein maßnahmenübergreifendes Untersuchungspaket in Auftrag gegeben werden. Beispiele hierfür sind die Reaktivierungen der Strecken Eutin – Neustadt, Lübeck-St. Jürgen – Schlutup und Süderbrarup – Kappeln sowie der Angebotsausbau zum Halbstundentakt auf den Strecken Neumünster – Flensburg, Eckernförde – Flensburg, Heide – Büsum und Husum Bad St. Peter Ording.

Weitere Verbesserungsmaßnahmen

Neben den Angebots- und Infrastrukturmaßnahmen plant das Land weitere Maßnahmen, die oft im Rahmen bestehender Projekte umgesetzt werden und Stationen, Barrierefreiheit und Fahrgastinformation betreffen. Diese Maßnahmen werden hier nur auszugsweise dargestellt.

Bahnhof Neumünster: Der Bahnhof Neumünster und sein Haltestellenumfeld sollen bis 2032 modernisiert werden. Es wird ein Durchstich der nördlichen Personenunterführung geplant, ebenso ein siebtes Gleis mit neuem Bahnsteig. Hier soll der Platz eines ehemaligen Postbahnsteigs genutzt werden. Von diesem Gleis könnte die RB 62 abfahren und damit das lange Bahnsteiggleis 6 freigeben.

Fehmarnbeltquerung: Das Land unterstützt die Kommunen beim Neubau des jeweiligen Bahnhofsumfelds rund um die neuen Bahnhöfe Ratekau/Timmendorfer Strand, Scharbeutz, Haffkrug, Lehnsahn, Oldenburg (Holstein) und Großenbrode/Heiligenhafen finanziell.

[>hvv] Neue Stationen: Durch den Bau neuer Stationen sollen neue Gebiete erschlossen und zusätzliche Fahrgäste gewonnen werden. Welche Stationen realisiert werden, hängt vom Fahrplan, der Infrastruktur und finanziellen Mitteln ab. Geplant sind neben den oben bereits aufgeführten Halten:

  • Gesetzt: Henstedt-Ulzburg West (A3), Bad Oldesloe Ost (Neumünster – Bad Oldesloe) und Eckernförde Südstrand (Kiel – Eckernförde). Umwandlung der Station Lindaunis in einen ganzjährig anfahrbaren Regelhalt
  • Mit der Planung folgender Stationen wird begonnen: Vaale/Wacken, Schuby, Hemmingstedt, Neuwittenbek, Husum Nord. Für diese Halte wurde bereits eine Planungsvereinbarung mit der DB InfraGO abgeschlossen. Nach Abschluss der Vorplanungen wird über das weitere Vorgehen entschieden.
  • Folgende Halte sind noch zu planen: Alt Duvenstedt, Eggebek, Elmshorn Nord, Elmshorn West, Hattstedt, Itzehoe Wellenkamp, Kiebitzreihe, Risum-Lindholm
  • Folgende Stationen sind zu untersuchen: Neumünster Rendsburger Straße, Husum Rosendahler Weg, Ohrstedt, Weddingstedt
Übersicht über mögliche neue Stationen in Schleswig-Holstein- Quelle: NAH.SH LNVP 2027-31

Antriebswende und weitere Klimaschutzmaßnahmen

Das Energiewende- und Klimaschutzgesetz des Landes Schleswig-Holstein sieht vor, dass der Betrieb aller SPNV-Angebote ab dem Jahr 2030 treibhausgasneutral erbracht werden soll. Dazu gehören folgende Projekte:

[>hvv] S5 Kaltenkirchen: Ablösung der Dieselzüge durch elektrische S-Bahnen der Baureihe 490 Ende 2028 (30 Kilometer). Mit Datenstand 2024 beträgt der jährliche Verbrauch auf dieser Strecke 1,88 Millionen Liter Diesel.

Elektronetz Ost: Mit der Inbetriebnahme der Fehmarnbelt-Schienenanbindung wird die knapp 30 Kilometer lange Strecke Lübeck – Neustadt (Holstein) ebenfalls elektrisch betrieben. Hier werden die bereits seit einigen Jahren von der DB Regio eingesetzten KISS-Fahrzeuge eingesetzt – die bereits beschafft sind. Die für den Abschnitt Lübeck – Fehmarn nötigen Triebwagen müssen noch angeschafft werden.

Strecke Lübeck – Bad Kleinen: Ab Ende 2029 werden auch hier Dieselzüge durch neue Alstom Coradia MAX-Elektrotriebzüge ersetzt. 2024 betrug der jährliche Verbrauch auf dieser Strecke rund 2,23 Millionen Liter Diesel.

[>hvv] AKN-Linien A2 und A3: Ab etwa 2032 könnten auf den Linien A2 und A3 Akkuzüge eingesetzt werden. Die Streckenlänge beträgt ca. 65 Kilometer, es würden Stand 2024 rund 2,17 Millionen Liter Diesel eingespart werden.

[>hvv] Marschbahn: Auf der Marschbahn werden heute die umfangreichsten Leistungen mit Dieselfahrzeugen erbracht: Der RE 6 Westerland – Hamburg verkehrt schon heute auf über 70 Kilometern unter einer Oberleitung. Daneben fahren auch die Autozüge im Halbstundentakt und die Intercity-Züge heute ausschließlich mit Dieselloks. All diese Leistungen können nach der Elektrifizierung in der ersten Hälfte der 2030er-Jahre auf Elektoantrieb umgestellt werden. Im Regionalverkehr wären die Loks auszutauschen, die Wagen könnten wohl weitergenutzt werden. Mit Datenstand 2024 werden auf der Marschbahn jährlich 10,1 Millionen Liter Diesel verbraucht.

Tønder – Niebüll – Dagebüll (neg): Die Strecke zwischen Niebüll und Dagebüll soll elektrifiziert werden, auf dem Abschnitt Niebüll – Tønder – Esbjerg/DK sollen laut Überlegungen des dänischen Aufgabenträgers künftig Batteriezüge eingesetzt werden.

Übergangsbetrieb mit HVO-Biokraftstoff: Auf den ab Anfang der 2030er-Jahre noch nicht elektrifizierten Strecken wird der Betrieb mit HVO-Kraftstoffen geprüft.

Maßnahmen außerhalb der Zuständigkeit des Landes Schleswig-Holstein

An einigen zentralen SPNV- oder ÖPNV-Maßnahmen in Schleswig-Holstein ist das Land nur mittelbar und/oder nur in finanziell geringem Maß bezeichnet. Die NAH.SH hat folgende Projekte mit großer Bedeutung dennoch in den LNVP aufgenommen:

Fehmarnbeltquerung und Hinterlandanbindung: Auf deutscher Seite werden 88 Kilometer Bahnstrecke zwischen Lübeck und Puttgarden zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert, davon sind 55 Kilometer Neubaustrecke. Zwischen Fehmarn und dem Festland entsteht ein 1,7 Kilometer langer Absenktunnel. Außerdem sind 47 Kilometer Lärmschutzwände, über 80 neue Brücken und sechs neue Bahnhöfe geplant. Die Inbetriebnahme wird derzeit für 2032 (statt 2029) geplant. Der Regionalverkehr wird künftig auf der neuen Strecke fahren.

Zweigleisiger Ausbau Niebüll – Klanxbüll und Morsum – Tinnum: Der zweigleisige Ausbau von insgesamt 19 Kilometern Strecke soll die Betriebsqualität auf der Marschbahn deutlich erhöhen. Außerdem lässt sich die Streckenhöchstgeschwindigkeit auf 140 km/h anheben. Grundlage des Projekts ist der Bundesverkehrswegeplan 2030. Der Streckenausbau wird im Kontext der Elektrifizierung geplant. Der Abschnitt zwischen Tinnum und Westerland soll auch künftig eingleisig bleiben.

[>hvv] Generalsanierung von Hochleistungskorridoren in SH: Zur Erneuerung von Brücken, Gleisen, Oberleitungen, Signaltechnik und Bahnhöfen sperrt die DB InfraGO Strecken über mehrere Monate komplett, um die Maßnahmen zu bündeln. Schleswig-Holstein ist von der Sperrung der Strecken Hamburg – Berlin (2025/26), Hamburg – Lübeck (2028) und Hamburg – Flensburg (2036) betroffen. Das Land will sich weiter dafür einsetzen, die Generalsanierung Hamburg – Flensburg zeitlich vorzuziehen.

Lindaunisbrücke: Die Brücke über die Schlei bei Lindaunis aus 1927 sollte seit einger Zeit ersetzt werden, doch die Arbeiten verzögerten sich. Zunächst wurde die Brücke für den Straßenverkehr, später auch für den Schienenverkehr gesperrt. Seit Herbst 2022 müssen Reisende die Schlei mit einer Behelfsbrücke überqueren, an beiden Brückenenden wurden Bahnsteige gebaut. Der Neubau soll bis 2027 in Betrieb genommen werden.

Levensauer Hochbrücke: Im Zuge der Verbreiterung des Nord-Ostsee-Kanals muss die zwischen Suchsdorf und Neuwittenbek gelegene Levensauer Hochbrücke durch einen Neubau ersetzt werden. Der Neubau läuft seit 2022. Im Zuge der Inbetriebnahme 2027 wird es nochmals eine mehrmonatige Sperrung der Strecke Kiel – Schleibrücke Süd geben, um die Trasse auf die neue Brücke zu verschwenken.

ESTW Niebüll: Auf der Marschbahn sind zwischen Langenhorn und Klanxbüll noch mechanische Stellwerke im Einsatz, die viel Personal binden und aufgrund des Anlagenalters auch schwer instandzuhalten sind. Bis 2027 soll eine Ausweitung des ESTW Husum die alte Stellwerkstechnik ersetzen. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen und es wurden bereits erste Teilabschnitte umgesetzt.

[>hvv] ESTW Hamburg-Eidelstedt / Pinneberg: Auch das mechanische Stellwerk Eidelstedt und das Spurplanstellwerk Pinneberg sollen in den kommenden Jahren ersetzt werden. Es ist ein neues ESTW in Eidelstedt geplant, was Verbesserungen im Bahnhof Pinneberg sowie beim Gleiswechselbetrieb mit sich bringen soll. Die bestehenden Anlagen sind aufgrund ihres Alters heute bereits vergleichsweise häufig gestört.

ESTW Rendsburg/Owschlag/Schleswig und ETCS-Ausbau im Korridor Padborg – Flensburg – Maschen: Das Spurplanstellwerk Rendsburg muss ebenfalls ersetzt werden, genauso die Stellwerke Owschlag (ferngesteuert aus Rendsburg) und Schleswig. Dies soll bis 2027 erfolgen. Der Neubau ist für die Inbetriebnahme des SPNV auf der Strecke nach Rendsburg-Seemühlen erforderlich, ebenso für Anpassungen rund um die Rendsburger Hochbrücke und in Osterrönfeld. Das bestehende Stellwerk darf nicht mehr umgebaut oder erweitert werden. Nach und nach soll das neue europäische Zugsicherungssystem ETCS in der Version Level 2 mit Signalen auf der Strecke in Betrieb genommen werden, auch um die Streckenblöcke zu verdichten.

Eisenbahnhochbrücke Hochdonn: Die Eisenbahnhochbrücke Hochdonn wurde 1920 fertiggestellt und wurde den damaligen Vorschriften entsprechend bemessen. Sie ist heute nicht für Güterzüge mit hohen Lasten nutzbar. Um den Schienenverkehr entlang der Westküste zukunftsfähig auszubauen ist ein Ersatz nötig. Daher wird untersucht, mit welchen Maßnahmen die bestehenden Engpässe kurz- und mittelfristig beseitigt werden können und wie langfristig mit der Brücke umzugehen ist. Derzeit werden folgende Lösungsansätze untersucht: Ersatzneubau an gleicher Stelle (Hochbrücke, oder Hub-, Klapp-, Drehbrücke oder Tunnel oder Ertüchtigung der Brücke), alternativ werden weitere mögliche Querungspunkte entlang des Nord-Ostsee-Kanals untersucht, an denen eine Brücken- oder Tunnellösung realisiert werden kann. Langfristig muss auch die Rendsburger Hochbrücke ersetzt werden, hierfür gibt es noch keine Planungsansätze.

Ausbau der Bahnstrecke Brunsbüttel – Wilster: Der Streckenausbau ist Projekt des Bundesverkehrswegeplans zur besseren Anbindung von Häfen und Industriebetrieben im Bereich Brunsbüttel. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um eine Elektrifizierung der Strecke, um künftig auf ganzer Strecke mit E-Loks fahren zu können. Heute muss in Itzehoe ein Lokwechsel erfolgen. Daneben soll es kleinere Modernisierungsmaßnahmen an der Strecke geben. Einen Zeitplan gibt es noch nicht.

[>hvv] Kurzfristige Maßnahmen zur Infrastrukturverbesserung Lübeck – Büchen: Die Strecke wird als Umleitungsstrecke für die Generalsanierung Hamburg – Lübeck benötigt und soll resilienter werden. Geplant ist die Optimierung von Signalstandorten, die Sanierung eines schadhaften Bahndamms bei Güster und Anpassungen an einigen Stationen.

Ausbaustrecke Lübeck – Bad Kleinen: Die 63 Kilometer lange Strecke wird elektrifiziert und eine neue Verbindungskurve in Bad Kleinen gebaut. Diese soll Ende 2028 in Betrieb genommen werden. Dann werden die Züge von Lübeck wechselnd nach Schwerin und Rostock fahren, sodass es zweistündliche Direktverbindungen gibt. Die Reisezeit zwischen Lübeck und Schwerin wird durch den Wegfall des Umstiegs in Bad Kleinen je nach Fahrtrichtung um 11 bis 19 Minuten verkürzt.

[>hvv] Kreuzungsbauwerk Büchen: Züge zwischen Lübeck und Lüneburg müssen die Hauptstrecke Hamburg – Berlin höhengleich kreuzen. Der Engpass soll durch den Bau eines Überwerfungsbauwerks aufgelöst werden, die Züge sollen die Hauptstrecke künftig unterqueren. Das Projekt wird im Deutschlandtakt berücksichtigt, bisher gibt es aber keine Finanzierungsperspektive und entsprechend auch noch keine Planungen.

Stadtbahn Kiel: Die Stadt Kiel möchte eine Stadtbahn einführen. Für sie wurde von Ende 2022 bis Sommer 2025 eine Vorplanung erstellt. Die Inbetriebnahme eines 35,8 Kilometer langen Kernnetzes soll in drei Stufen erfolgen, potenzielle Erweiterungen werden mitgedacht.

  • Stufe 1: Christian-Albrechts-Universität – Bremerskamp – Holtenauer Straße – Innenstadt – Hauptbahnhof – Gaarden – Wellingdorf
  • Stufe 2: Anbindung von Mettenhof und Wik an die Strecke der Stufe 1
  • Stufe 3: Verlängerung von der Universität nach Suchsdorf, Ergänzung eines Streckenasts von Gaarden nach Elmschenhagen und Verlängerung der Strecke von Wellingdorf über die Schwentine zur Fachhochschule und nach Neumühlen-Dietrichsdorf
  • Das Stadtbahnnetz soll in Kiel Hbf, Suchsdorf, Schulen am Langsee sowie nach Realisierung der Regio-S-Bahn Kiel auch in Mettenhof und am Skandinaviendamm mit dem Schienenpersonennahverkehr verknüpft werden.
Realisierungsstufen der Stadtbahn Kiel (2025) – Quelle: NAH.SH LNVP 2027-31