Stadler modernisiert sieben nordbahn-FLIRT 3 für die WestfalenBahn

Stadler hat von der BeNEX-Gruppe den Auftrag erhalten, sieben bislang bei der nordbahn eingesetzte FLIRT-Triebzüge umfassend zu modernisieren. Die Arbeiten beginnen bereits im Sommer 2026 in der nordbahn-Werkstatt in Hamburg sowie am Stadler-Standort Berlin-Reinickendorf. Künftig sollen die seit 2014 eingesetzten Fahrzeuge bei der WestfalenBahn auf der Linie RE 34 zwischen Dortmund und Siegen fahren. Vertragspartner von Stadler sind die beiden BeNEX-Tochterunternehmen WestfalenBahn und nordbahn.

Möglich wird der Wechsel durch die Erneuerung der Fahrzeugflotte im schleswig-holsteinischen Netz Süd-West: Die nordbahn soll die Linien RB 61 Hamburg–Itzehoe und RB 71 Hamburg–Wrist ab Dezember 2027 mit neuen Fahrzeugen betreiben. Für den kommenden Verkehrsvertrag beschafft das Land neue Triebzüge vom Typ Alstom Coradia Max. Damit werden die bisher eingesetzten FLIRT 3 für andere Verkehre frei.

Bei den Zügen werden das Außendesign und der Fahrgastraum überarbeitet. Vorgesehen sind unter anderem neue Tische und Armlehnen sowie eine veränderte Anordnung der Sitze, um mehr Platz für Fahrräder und Gepäck zu schaffen. Technisch werden die Fahrzeuge mit WLAN, USB-Ladeanschlüssen und zusätzlichen Steckdosen nachgerüstet. Stadler übernimmt auch die für die Umbauten erforderlichen Zulassungen. Das erste Fahrzeug soll noch in diesem Sommer zunächst mit dem neuen WLAN-System ausgerüstet werden. Damit werden wohl auch nordbahn-Fahrgäste noch in den Genuss der modernisierten Fahrzeuge kommen. Das Gesamtprojekt läuft voraussichtlich bis zum Sommer 2029.

Die WestfalenBahn übernimmt den Betrieb der Linie RE 34 bereits zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026. Bis die modernisierten FLIRT 3 zur Verfügung stehen, sollen auf der Verbindung übergangsweise überwiegend Siemens Mireo Smart eingesetzt werden – mindestens jedoch bis Dezember 2027. Die Modernisierung aller sieben Fahrzeuge soll bis zum Sommer 2029 abgeschlossen sein.