Fahrplanwechsel 2026/27: Höhere Preise, kaum Verbesserungen

Zum Fahrplanwechsel im Dezember fällt die Bilanz für den Hamburger Nahverkehr vergleichsweise überschaubar aus. Im U-Bahn-, S-Bahn-, Regional- und Fährverkehr sind nach Angaben des Senats keine regulären Angebotsausweitungen vorgesehen. Beim Bus gibt es eine Reihe punktueller Verbesserungen, zusätzliche Fahrten und veränderte Linienwege. Gleichzeitig wird das Angebot auf der S1 wegen der Bauarbeiten für die S4 über einen längeren Zeitraum sogar deutlich eingeschränkt. Zum 1. Januar 2027 sollen außerdem die Fahrpreise im HVV-Bartarif um durchschnittlich 4,95 Prozent steigen. Ein ungewöhnlich früher Ausblick auf das kommende Fahrplanjahr.

Online-Rabatt fällt weg – Bartarif steigt durchschnittlich um 4,95 Prozent

Die eigentliche gestern beantragte Tarifanpassung tritt erst zum 1. Januar 2027 in Kraft. Der größte Teil der rechnerischen Erhöhung entsteht dabei nicht durch eine Änderung der Grundpreise einzelner Tickets, sondern durch die Abschaffung des bisherigen Online-Rabatts. Wer Einzel- oder Tagestickets über die hvv App, hvv switch App oder den Onlineshop kauft, erhält bislang sieben Prozent Rabatt. Dieser entfällt vollständig. Nach Berechnungen des hvv entspricht allein das einer durchschnittlichen Einnahmensteigerung im Bartarif von 3,95 Prozent. Weitere gezielte Preisänderungen ergeben zusätzlich rund einen Prozentpunkt.

Der hvv begründet die Abschaffung damit, dass der digitale Vertrieb inzwischen etabliert und eine Förderung per Rabatt damit nicht mehr notwendig sei. Mehr als die Hälfte der Einzel- und Tagestickets werde inzwischen digital gekauft. 2019 habe der Anteil erst bei rund 15 Prozent gelegen. Gleichzeitig sind die Verkäufe von Einzel- und Tagestickets seit Einführung des Deutschlandtickets um mehr als 40 Prozent zurückgegangen. Im Juni 2026 wurden rund 1,26 Millionen vom hvv ausgegebene Deutschlandtickets genutzt.

Bei mehreren Fahrkarten bleiben die regulären Grundpreise unverändert. Ein Einzelticket für Hamburg AB kostet weiterhin 4,10 Euro, das entsprechende Tagesticket 8,20 Euro. Für bisher digital kaufende Fahrgäste verteuern sich diese Fahrkarten dennoch, weil der siebenprozentige Rabatt entfällt. Angepasst werden unter anderem die Kurzstrecke und das City-/Stadt-Ticket um jeweils zehn Cent sowie das Einzelticket für drei Ringe von 7,00 auf 7,40 Euro.

FahrkartePreis 2023Preis 2024Preis 2025Preis 2026Preis 2027
(beantragt)
Einzelkarten
Kurzstrecke / Stadtverkehr1,902,002,102,102,20
Nahbereich2,502,703,103,503,50
Hamburg AB / 1-2 Ringe3,603,803,904,104,10
Ringe A-E / 5 Ringe9,6010,2010,4010,8010,80
Ringe A-F / 6 Ringe11,3012,0012,2012,6012,60
Einzelkarte Kind Hamburg AB1,301,401,501,501,70
Tageskarten
9 Uhr-Tageskarte Hamburg AB7,107,50entfälltentfälltentfällt
Ganztageskarte Hamburg AB8,408,807,808,208,20
Gruppenkarte Hamburg AB13,4014,1015,6016,4016,40
Tageskarte Kind Hamburg AB2,502,702,903,003,40
Zeitkarten
hvv Deutschlandticket49,0049,0058,0063,00n.n.b.
Wochenkarte hvv Gesamtnetz29,0029,0038,0043,00entfällt
Monatskarte hvv Gesamtnetz69,0069,0078,0083,00n.n.b.

Das bislang 43 Euro teure Wochenticket soll wegen der geringen Nachfrage vollständig entfallen. Das hvv Monatsticket für das Gesamtnetz soll auch künftig 20 Euro mehr kosten als das Deutschlandticket. Sein neuer Preis wird deshalb erst separat festgelegt.

Noch offen ist auch der Preis des Deutschlandtickets selbst. Derzeit kostet es 63 Euro im Monat. Künftig soll der Preis jeweils anhand eines bundesweit vereinbarten Indexes bestimmt und bis zum 30. September für das Folgejahr bekanntgegeben werden. Die Änderungen wirken sich anschließend auch auf Job- und Deutschlandsemestertickets aus.

„Kostenloses“ Deutschlandticket für Schüler kostet künftig 19 Euro im Jahr

Auch zwei Hamburger Vergünstigungen rund um das Deutschlandticket werden 2027 eingeschränkt. Das seit September 2024 für Hamburger Schülerinnen und Schüler kostenlose Deutschlandticket wird bereits nach etwas mehr als zwei Jahren nicht mehr vollständig kostenfrei sein. Ab 2027 erhebt der HVV eine jährliche Servicepauschale von 19 Euro je Ticket. Die eigentlichen Ticketkosten übernimmt die Stadt zwar weiterhin vollständig, für die Nutzung des Angebots müssen Familien künftig aber die Pauschale zahlen. Begründet wird diese mit Verwaltungsaufwendungen beim HVV und der Schulbehörde. Die Stadt rechnet dadurch mit zusätzlichen Einnahmen von rund vier Millionen Euro pro Jahr.

Das kostenlose Deutschlandticket war erst zum 1. September 2024 eingeführt worden. Zuvor zahlten Hamburger Schülerinnen und Schüler 19 Euro monatlich für das auf dem Deutschlandticket basierende Schülerangebot; mit der Umstellung sank der Eigenanteil auf null. Zum Juni 2026 nutzten rund 213.300 Schülerinnen und Schüler das kostenlose Ticket. Hamburg beschreibt das Angebot derzeit selbst weiterhin als kostenlos – auch wenn es das gar nicht mehr sein wird.

Sozialrabatt sinkt um zehn Euro

Deutlich teurer wird das Deutschlandticket zugleich für Hamburgerinnen und Hamburger, die existenzsichernde Sozialleistungen beziehen. Der städtische Sozialrabatt wird um zehn Euro gekürzt und ab 2027 auf 25,50 Euro monatlich festgeschrieben. Aktuell beträgt der Zuschuss noch 35,50 Euro. Bei dem derzeitigen Deutschlandticketpreis von 63 Euro steigt der Eigenanteil damit rechnerisch von 27,50 auf 37,50 Euro im Monat. Eine zusätzliche Erhöhung des bundesweiten Deutschlandticketpreises 2027 käme noch hinzu, weil der Hamburger Zuschuss künftig unabhängig davon bei 25,50 Euro gedeckelt bleibt.

Mit der Kürzung rechnet Hamburg im Doppelhaushalt 2027/28 mit einer Entlastung von rund zehn Millionen Euro. Der Senat verweist zur Begründung unter anderem darauf, dass der in der Grundsicherung berücksichtigte Mobilitätsanteil für Alleinstehende derzeit rund 50,49 Euro im Monat betrage. Die Senatskoordinatorin für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen weist in ihrer Stellungnahme zur Drucksache dagegen darauf hin, dass die Fixierung des Zuschusses bei gleichzeitig steigenden Ticketpreisen den Eigenanteil erhöht und insbesondere für Menschen mit geringem Einkommen eine zusätzliche Belastung darstellen kann.

Im Bahnverkehr keine Angebotsausweitungen

Beim eigentlichen Verkehrsangebot fällt der Fahrplanwechsel deutlich kleiner aus. Der Senat stellt ausdrücklich fest, dass keine Änderungen des Leistungsangebots bei U-Bahn, S-Bahn, den Fähren und im Hamburger Regionalverkehr geplant seien.

Das bedeutet allerdings nicht, dass der Bahnverkehr im kommenden Fahrplanjahr unverändert bleibt. Insbesondere auf der S1 bei der AKN führen die Bauarbeiten für die neue S4 bzw. S5 zu erheblichen erheblichen Einschränkung. Zudem wird die provisorische Linienbezeichnung S7 für die Bergedorfer S-Bahnen wieder abgeschafft.

S1: Kein durchgehender Verkehr mehr nach Poppenbüttel

Besonders weitreichend werden die Änderungen auf der S1. Für die Fertigstellung des neuen Überwerfungsbauwerks der S4 in Hasselbrook können die Züge dort für voraussichtlich rund anderthalb Jahre zwischen Hasselbrook und Wandsbeker Chaussee nur eingleisig fahren. Dadurch kann zwischen Hasselbrook und Poppenbüttel während der Hauptverkehrszeiten kein 5 Minuten-Takt mehr angeboten werden. Doch es gibt eine Ausnahme: Die Ein- und Aussetzfahrten der S1-Verstärkerzüge ab Ohlsdorf bzw. Poppenbüttel verkehren weiter. Damit besteht jedenfalls zeitweise für etwas über eine Stunde in jeweiliger Richtung ein engerer Takt.

Das Überwerfungsbauwerk entsteht nördlich der Haltestelle Hasselbrook im Gleisdreieck zwischen den bestehenden S1-Gleisen, der Lübecker Bahn und der Güterumgehungsbahn. Künftig soll dort die aus Richtung Ahrensburg kommende S4 in Richtung Hauptbahnhof die S1 in Richtung Flughafen höhenfrei kreuzen. Die beiden Linien müssen sich dadurch im späteren Regelbetrieb nicht niveaugleich gegenseitig kreuzen. Für die Fertigstellung des Bauwerks und dessen Einbindung in die vorhandene Strecke sind jedoch umfangreiche Arbeiten an den S1-Gleisen erforderlich.

Damit ändert sich zeitweise auch das Betriebskonzept der S1 grundlegend. Tagsüber sollen die durchgehenden Züge aus Richtung Wedel künftig mit allen sechs Wagen zum Hamburg Airport fahren. Zwischen Ohlsdorf und Poppenbüttel wird ein Pendelverkehr im 10 Minuten-Takt mit sechs Wagen eingerichtet. Fahrgäste aus dem Alstertal müssen damit tagsüber in beiden Richtungen in Ohlsdorf umsteigen. Ausgenommen bleiben einzelne ein- und aussetzende Fahrten zu Beginn beziehungsweise am Ende des Betriebstages und im durchgehenden Wochenendnachtverkehr. Die Einschränkung wird voraussichtlich das gesamte Fahrplanjahr 2027 betreffen und wegen der rund eineinhalbjährigen Bauphase noch bis ins Jahr 2028 reichen.

S2 soll nach Altona zurückkehren – S7 verschwindet wieder

Eine weitere Änderung zeichnet sich bei der Bergedorfer S-Bahn ab. Die im Dezember 2025 eingeführte Linienbezeichnung S7 soll nach einem Jahr wieder verschwinden. Grund für die Einführung der Liniennummer S7 waren die Brückenschäden im Bereich Holstenstraße. Deshalb endet die S2 derzeit am Diebsteich, während die S7 von Aumühle kommend eine Schleife über Jungfernstieg – Altona – Dammtor nach Aumühle fährt, um Altona weiterhin an die Verbindungsbahn anzuschließen.

Nach Angaben der Deutschen Bahn sollen noch in diesem Jahr Hilfsbrücken eingebaut werden. Die dafür notwendigen Pfeiler und Lager sind bereits hergestellt. Nach Abschluss der Arbeiten kann die Linie S2 dann wieder auf ihrem regulären Linienweg nach Altona fahren. Die Hilfsbrücken lösen dabei nur das unmittelbare Betriebsproblem. Für den dauerhaften Ersatz der irreparabel geschädigten (und zwischenzeitlich abgerissenen) Brücke laufen weiterhin die Planungen.

Neuer AKN-Halt Schnelsen Süd

Eine tatsächliche Erweiterung des Bahnangebots gibt es dagegen auf der AKN-Strecke nach Kaltenkirchen: Der im Zuge des S5-Ausbaus neu gebaute Haltepunkt Schnelsen Süd soll mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2026 in Betrieb gehen. Bis zur späteren Übernahme der Strecke durch die S5 wird er zunächst von den Dieseltriebwagen der AKN bedient. Die vollständige Umstellung der Strecke auf S-Bahn-Betrieb ist nach aktuellem Projektstand erst für Ende 2028 vorgesehen.

Alle Änderungen im Überblick

U-Bahn

Bei der U-Bahn sind zum Fahrplanwechsel keine regulären Änderungen des Leistungsangebots vorgesehen.

S-Bahn

Linie S1 (Wedel – Hamburg Airport / Ohlsdorf – Poppenbüttel)

  • Wegen der Bauarbeiten am Überwerfungsbauwerk der S4 in Hasselbrook ist für voraussichtlich rund eineinhalb Jahre ein abschnittsweise eingleisiger Betrieb vorgesehen.
  • Nördlich von Hasselbrook kann während dieser Zeit kein 5-Minuten-Takt angeboten werden, ausgenommen Ein- und Aussetzfahrten zu Beginn bzw. Ende der Hauptverkehrszeiten.
  • Der 5-Minuten-Takt wird in den Hauptverkehrszeiten nur im Abschnitt Blankenese – Hauptbahnhof – Hasselbrook angeboten.
  • Die Züge der Linie S1 fahren mit allen 6 Wagen zum Hamburg Airport.
  • Zwischen Ohlsdorf und Poppenbüttel wird ganztägig ein 10-Minuten-Pendel eingerichtet. Fahrgäste zwischen dem Alstertal und der Innenstadt müssen tagsüber in beiden Richtungen in Ohlsdorf bahnsteiggleich umsteigen.

Linie S2 / S7 (Aumühle/Bergedorf – Altona/Diebsteich)

  • Nach dem Einbau der Hilfsbrücken an der Holstenstraße soll die S2 wieder über Dammtor und Holstenstraße bis Altona verkehren.
  • Die provisorische Linienbezeichnung S7 wird anschließend wieder abgeschafft.

AKN

Linie A1 (Eidelstedt – Ulzburg Süd)

  • Der neue Haltepunkt Schnelsen Süd soll zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026 in Betrieb genommen und zunächst von den Dieseltriebwagen der AKN bedient werden.

Regionalverkehr

Zum Fahrplanwechsel sind im Hamburger Regionalverkehr nach Angaben des Senats keine regulären Änderungen des Leistungsangebots vorgesehen.

Busverkehr Hamburg

Metrobusse

Metrobuslinie 1 (S Rissen – S Blankenese – Schenefelder Holt – Osdorf – S Othmarschen – Bf. Altona)

  • Einsatz von Gelenkbussen auf stark nachgefragten Fahrten um 6:45 Uhr und 6:55 Uhr ab Bf. Altona sowie um 13:36 Uhr ab S Rissen zur Berücksichtigung des hohen Schüleraufkommens.

Metrobuslinie 4 (Eidelstedt – Langenfelde – Rathausmarkt – Osakaallee)

  • Verschwenkung der Linie 4 ab Rathausmarkt zum Hauptbahnhof/ZOB zur Entlastung der Metrobuslinie 5 und zur besseren Verteilung der Fahrgäste auf dem gemeinsamen Abschnitt. Der entfallende Abschnitt ins Überseequartier wird von der Metrobuslinie 19 übernommen.
  • Ausweitung des Nachtverkehrs montags bis freitags auf den gesamten Linienverlauf und Einbindung in den nächtlichen Anschlussknoten am Hauptbahnhof.

Metrobuslinie 5 (A Burgwedel – U Niendorf Markt – Hoheluft – Hauptbahnhof)

  • Verdichtung des Taktes montags bis freitags zwischen 21:00 und 23:00 Uhr auf dem Abschnitt Hauptbahnhof/ZOB – Nedderfeld von 10 auf 5 Minuten.
  • Zusätzliche Fahrten um 1:01 Uhr und 1:21 Uhr in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag auf dem Abschnitt Hauptbahnhof/ZOB – Nedderfeld.

Metrobuslinie 6 (Speicherstadt – Hauptbahnhof – U Borgweg)

  • Ausweitung der Verstärker zwischen U Borgweg und Hauptbahnhof sonntags ab 10:00 Uhr statt bisher ab 12:00 Uhr, sodass gemeinsam mit der Linie 17 ein 6/7/7-Minuten-Takt entsteht.

Metrobuslinie 8 (U Wandsbek Markt – Bramfeld – S Poppenbüttel)

  • Ausweitung des Taktes montags bis freitags von 10 auf 5 Minuten zwischen 10:00 und 13:00 Uhr auf dem Abschnitt U Wandsbek-Gartenstadt – Maisredder.
  • Verlängerung mehrerer Fahrten in den Hauptverkehrszeiten bis U Wandsbek Markt beziehungsweise S Poppenbüttel im Schulverkehr.
  • Einführung eines Nachtverkehrs im 60-Minuten-Takt auf dem Abschnitt U Wandsbek Markt – Maisredder montags bis freitags.

Metrobuslinie 10 (U Wandsbek Markt – Jenfeld, Grunewaldstraße)

  • Zusätzliche Fahrt sonnabends um 6:50 Uhr von U Wandsbek Markt bis Grunewaldstraße.
  • Zusätzliche tägliche Fahrt um 0:12 Uhr ab U Wandsbek Markt zur Grunewaldstraße.

Metrobuslinie 12 (S Blankenese – Hauptbahnhof – Hamm, Osterbrookplatz)

  • Taktverdichtung auf dem Abschnitt Bf. Altona – Osterbrookplatz montags bis freitags von 21:00 bis 0:30 Uhr sowie sonntags von 21:00 bis 22:30 Uhr von 20 auf 10 Minuten.
  • Bedienung der neuen Haltestellen Rainvilleterrasse und Elbtreppe entlang der Elbchaussee.

Metrobuslinie 13 (S Veddel – Veringstraße – S Wilhelmsburg – Kirchdorf, Süd)

  • Zusätzliche Fahrt gegen 8 Uhr von der Haltestelle Mengestraße bis S Veddel.

Metrobuslinie 16 (Elbe-Einkaufszentrum – Bf. Altona – Rentenversicherung Nord)

  • Einführung eines Nachtverkehrs am Wochenende im 40-Minuten-Takt zwischen Bf. Altona und Rentenversicherung Nord. Übernahme des bisherigen Nachtverkehrs der Stadtbuslinie 171.

Metrobuslinien 17 und 18, Stadtbuslinien 171, 172 und 261

  • Im Straßenzug Saarlandstraße – Adolph-Schönfelder-Straße wurden die Haltestellen optimiert. Daraus ergeben sich verbesserte Umsteigemöglichkeiten an U Saarlandstraße und am Biedermannplatz sowie die neuen Haltestellen Kämmererufer und Beim Alten Schützenhof.

Metrobuslinie 18 (Hauptbahnhof/ZOB – U/S Barmbek – Bramfeld, Am Stühm-Süd)

  • Verlängerung einer Fahrt sonnabends um 9:30 Uhr von U/S Barmbek bis Hauptbahnhof.
  • Verlängerung von zwei Fahrten sonnabends um 23:34 Uhr und 0:14 Uhr von U/S Barmbek bis Heukoppel.

Metrobuslinie 19 (U Alsterdorf – Winterhude – Bf. Dammtor – Hauptbahnhof/ZOB)

  • Verschwenkung der Linie ab Rathausmarkt zur Osakaallee zur Anbindung des Überseequartiers. Der entfallende Abschnitt zum Hauptbahnhof wird von der Metrobuslinie 4 übernommen.

Metrobuslinie 20 (Bf. Altona – Eimsbüttel – Eppendorf – City Nord – S Rübenkamp)

  • Rückverlängerung aller Fahrten sonnabends zwischen 21:00 und 24:00 Uhr von Gärtnerstraße bis Bf. Altona.

Metrobuslinie 21 (U Niendorf Nord – Osdorfer Born – S Klein Flottbek – Teufelsbrück)

  • Einrichtung einer Schulverstärkerfahrt um 7:33 Uhr ab Immenbusch bis S Elbgaustraße an Schultagen.
  • Nachfragegerechte Verschiebung des Zeitraums mit 10-Minuten-Takt zwischen Modering und U Niendorf Nord: Vorverlegung des Beginns am Morgen um 20 Minuten bei entsprechend früherem Ende am Abend.
  • Verlängerung der Fahrt um 23:45 Uhr ab S Klein Flottbek bis U Niendorf Nord.

Metrobuslinie 24 (U Niendorf Markt – S Poppenbüttel – Bf. Rahlstedt)

  • In den Nächten von Freitag auf Sonnabend und von Sonnabend auf Sonntag beginnt die Fahrt um 1:27 Uhr ab U Volksdorf bereits um 1:08 Uhr am Bf. Rahlstedt.

Metrobuslinie 26 (S Rübenkamp – Großlohe/Gewerbepark Victoria)

  • Zwei zusätzliche Fahrtenpaare montags bis freitags zwischen Bf. Rahlstedt und U Farmsen um 0:22 und 0:42 Uhr sowie um 0:32 und 0:52 Uhr.

Metrobuslinie 29 (Bf. Tonndorf / Gewerbepark Merkur – U Billstedt – Bf. Bergedorf)

  • Einrichtung einer zusätzlichen Fahrt montags bis freitags um 1:13 Uhr von U Mümmelmannsberg bis Bf. Bergedorf.
  • Vorverlegung der Fahrt montags bis freitags ab Grandkoppel von 5:34 Uhr auf 5:04 Uhr.

Metrobuslinie 30 (Neumühlen/Övelgönne – Bf. Altona – U Hoheluftbrücke – UKE)

  • Verlängerung aller Fahrten montags bis freitags von der Gärtnerstraße bis zum UKE und zurück über die Haltestelle Breitenfelder Straße.

Metrobuslinie 40 (Fischbeker Heidbrook – S Neugraben – Waldfrieden, Kehre)

  • Kurzzeitige Taktverdichtung auf dem Abschnitt Im Fischbeker Heidbrook (Ost)/(West) – S Neugraben in den Morgenstunden von 5 auf 2/3 Minuten.

Metrobuslinie 42 (Heimfeld – S Harburg Rathaus – Hafen Harburg)

  • Zusätzliches Fahrtenpaar sonntags um 8:32 Uhr zwischen S Harburg Rathaus und AK Harburg.

Weitere Buslinien

Nachtbuslinie 601 (S Wedel – Bf. Altona – Hauptbahnhof/ZOB)

  • Durch eine kleinräumige Linienwegsänderung erhalten auch die Haltestellen S Königstraße und Rathaus Altona eine Nachtbedienung.

Nachtbuslinie 603 (Schnelsen – U Schlump – Bf. Dammtor – Hauptbahnhof/ZOB) und
Nachtbuslinie 607 (U Schlump – Hauptbahnhof – Barmbek – Sasel – Volksdorf – S Poppenbüttel)

  • Verbesserte Anbindung des Stadtteils Schnelsen durch direkte Linienführung der Nachtbuslinie 603 zwischen Eidelstedter Platz und Wiebischenkamp. Die Bedienung der Haltestellen A Eidelstedt Zentrum bis Baumacker übernimmt die Metrobuslinie 4.
  • Die Nachtbuslinie 603 verkehrt zwischen U/S Sternschanze und Hauptbahnhof/ZOB alle 30 Minuten und über den bisherigen Linienweg der 607. Dadurch entstehen verbesserte Anschlüsse aus und in diesen Abschnitt am Hauptbahnhof. Die Verbindung aus Eimsbüttel Richtung Bf. Dammtor wird von der Metrobuslinie 4 übernommen.
  • Anpassung des Linienwegs der Nachtbuslinie 607: Der Abschnitt Hauptbahnhof – U Schlump über U/S Landungsbrücken wird von der Linie 603 übernommen, die Linie 607 verkehrt ab/bis U Steinstraße.
  • Die Linie 607 bedient stadteinwärts nun auch die Haltestelle Kurzer Kamp.

Nachtbuslinie 605 (Bf. Altona – Bf. Harburg) und
Nachtbuslinie 641 (Bf. Altona – Bf. Harburg – Neugraben-Fischbek)

  • Ersatz der Nachtbuslinie 641 zwischen Bf. Altona und Bf. Harburg durch die neue Nachtbuslinie 605 mit Gelenkbussen für mehr Platz auf dem nachfragestärkeren Abschnitt.
  • Beibehaltung der Nachtbuslinie 641 zwischen Bf. Harburg und dem Fischbeker Heidbrook.
  • Zusätzliche Fahrt um 1:32 Uhr ab S Neugraben bis Fischbeker Heidbrook.

Nachtbuslinie 606 (Hauptbahnhof/ZOB – U Langenhorn Markt)

  • Die Fahrt um 1:32 Uhr montags bis freitags von U Langenhorn Markt Richtung U Ochsenzoll beginnt bereits um 1:12 Uhr an U Alsterdorf.

Nachtbuslinie 609 (S Reeperbahn – Hauptbahnhof – U Billstedt – Bf. Bergedorf – Speckenweg) und
Nachtbuslinie 610 (S Holstenstraße – U Mümmelmannsberg – Bf. Bergedorf)

  • Verlängerung der Linie 610 von Bf. Bergedorf bis Speckenweg im 60-Minuten-Takt.
  • Übernahme der bisherigen nächtlichen Bedienung dieses Linienabschnitts von der Linie 609.
  • Die Fahrt der Linie 609 ab U Billstedt um 1:30 Uhr beginnt bereits um 1:19 Uhr an U Mümmelmannsberg.

Stadtbuslinie 111 (Bf. Altona – U/S Landungsbrücken – HafenCity – U/S Elbbrücken)

  • Vermehrter Einsatz von Gelenkbussen statt Solobussen montags bis freitags ganztägig zur besseren Berücksichtigung der hohen Nachfrage.

Stadtbuslinie 115 (Teufelsbrück – S Klein Flottbek – Bf. Altona – Langenfelde – Eidelstedt) und
Stadtbuslinie 183 (Schnelsen, Kalvslohtwiete – Eidelstedt – Langenfelde – Bf. Altona)

  • Taktverdichtung montags bis freitags zwischen 20:00 und 0:00 Uhr auf dem Abschnitt Langenfelder Damm – Bf. Altona: Die Linien 115 und 183 verkehren künftig jeweils im 20-Minuten-Takt statt bisher im 40-Minuten-Takt und verlängern damit den gemeinsamen 10-Minuten-Takt.
  • Vermehrter Einsatz von Gelenkbussen auf der Linie 183 montags bis freitags tagsüber statt bisheriger Solobusse zur besseren Berücksichtigung der hohen Nachfrage.

Nachtbuslinie 617 (U Berne – Meiendorf, Ost – Oldenfelde – U Farmsen – U Berne)

  • Bedienung der neuen Haltestelle Schierenberg (Ost) in der Saseler Straße.

Stadtbuslinien 320, 325, 327, 328, 424, 427, 428 und 527

  • Anpassung des Schulverkehrs an das Doppelstundenmodell der Stadtteilschule Kirchwerder durch Entfall der Fahrten zur zweiten Unterrichtsstunde sowie teilweise Einrichtung neuer Fahrten zur dritten und nach der vierten und zehnten Unterrichtsstunde.

Stadtbuslinie 424 (Elversweg – Schule Zollenspieker – Schule Kirchwerder)

  • Einsatz eines Gelenkbusses montags bis freitags an Schultagen auf der Fahrt um 7:09 Uhr ab Elversweg zur besseren Berücksichtigung der hohen Nachfrage.

Stadtbuslinie 225 (Bf. Bergedorf – Curslacker Heerweg – Kirchwerder Hausdeich – Krauel)

  • Zur Entlastung der stark nachgefragten Linie 8890 werden die bislang nur montags bis freitags in den Hauptverkehrszeiten verkehrenden zusätzlichen Fahrten zwischen Bf. Bergedorf und Holtenklinke mit Schleifenbedienung über Pollhof, Achterschlag und den nördlichen Curslacker Heerweg künftig montags bis sonnabends tagsüber durchgehend angeboten.

Stadtbuslinie 228 (Bf. Bergedorf – Speckenweg – Altengamme – Horster Moor)

  • Zusätzliche Bedienung der Schule Altengamme durch Stichfahrten der Fahrten um 7:05 Uhr ab Bf. Bergedorf und 7:24 Uhr ab Horster Damm.

Stadtbuslinie 141 (S Neugraben – S Harburg Rathaus – Meckelfeld, Schulzentrum)

  • Taktausweitung montags bis freitags zwischen 5:00 und 19:00 Uhr auf dem Abschnitt Bostelbek – An der Eiche von 20 auf 10 Minuten.
  • Verlängerung von zwei Fahrten sonnabends um 22:36 Uhr und 23:16 Uhr von S Harburg Rathaus bis Bostelbek.

Stadtbuslinie 241 (Heykenaubrook – S Harburg Rathaus – Vorderkamp)

  • Vorverlegung des sonntäglichen Betriebsbeginns um knapp zwei Stunden auf 10:00 Uhr zur Ausweitung des Angebots entsprechend der bereits am Vormittag hohen Nachfrage der Linie 141.

Stadtbuslinie 146 (Freizeitbad MidSommerland – S Harburg Rathaus – AIRBUS)

  • Verlängerung der Fahrt montags bis sonntags um 22:12 Uhr von S Harburg Rathaus bis Airbus.

Stadtbuslinie 150 (Cranz – Finkenwerder – Waltershof – Othmarschen – Bf. Altona)

  • Zusätzliche Fahrt in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag um 0:35 Uhr zwischen Bf. Altona und Airbus.

Stadtbuslinie 350 (Norderkirchenweg – Finkenwerder Fähre – Seehofring, Nord)

  • Verlängerung der Linie über den bisherigen Endpunkt Seehofring hinaus bis S Neugraben zur Sicherung des ÖPNV-Angebots in Neuenfelde, Francop, Hausbruch und Neugraben-Fischbek.

Stadtbuslinien 151, 152, 153, 154, 155 und 156 – Neuordnung des Stadtbus-Netzes auf der Elbinsel

  • Gleichmäßigere Taktfolge auf der Georg-Wilhelm-Straße durch bessere Abstimmung der Stadtbuslinien 151, 152 und 156.
  • Neue Fahrtmöglichkeiten durch die kleinräumige Führung der Linie 156 über die nördliche Georg-Wilhelm-Straße.
  • Regelmäßige Anbindung des Kreuzfahrtterminals Steinwerder auch an Werktagen.
  • Verbesserung des Angebots in Kirchdorf (Süd) von einem 30- auf einen 20-Minuten-Takt durch die künftige Führung der Linie 154 ab S Wilhelmsburg.
  • Ausweitung der Anbindung Harburgs: Die Linie 155 fährt künftig bis S Harburg Rathaus; die bisher stündliche Anbindung wird an allen Tagen bis etwa 19 Uhr ausgeweitet.
  • Ausweitung des Bedienungszeitraums der Linie 156 auf die Zeit zwischen den Hauptverkehrszeiten und bis etwa 20 Uhr.

Stadtbuslinie 251 (Finkenwerder – S Neugraben – Neckersstücken)

  • Die Bedienung des Abschnitts S Neugraben – Neckersstücken wird durch ein verdichtetes Angebot der Metrobuslinie 40 übernommen.
  • Die Stadtbuslinie 251 wird stattdessen von S Neugraben bis Waldfrieden geführt und übernimmt hier die bisherige Bedienung durch die Metrobuslinie 40.
  • Vereinheitlichung und betriebliche Optimierung der Stichfahrten zu den Haltestellen Heykenaukamp und Zum Dubben.

Stadtbuslinie 354 (S Veddel – Aurubis – Gewerbegebiet Obergeorgswerder – S Veddel)

  • Taktangleichung montags bis freitags auf einen 15-Minuten-Takt in der Hauptverkehrszeit von 5:00 bis 9:00 Uhr sowie von 13:00 bis 16:00 Uhr.

Stadtbuslinie 174

  • Verlängerung des 5-Minuten-Takts an Schultagen von Tegelsbarg (Nord) bis U Fuhlsbüttel bis 8:30 Uhr montags bis freitags.
  • Rückverlängerung der Fahrt um 1:05 Uhr in den Nächten von Freitag auf Sonnabend und von Sonnabend auf Sonntag von U Fuhlsbüttel bis U/S Ohlsdorf.

Stadtbuslinie 275 (Meiendorf, Künnekestraße – U Berne – Bf. Rahlstedt)

  • Bedienung der neuen Haltestelle Schierenberg (Ost) in der Saseler Straße auf Höhe Schierenberg in beiden Fahrtrichtungen.
  • Verlängerung der Fahrten im Wochenendnachtverkehr über Wildschwanbrook hinaus bis Künnekestraße in den Nächten von Freitag auf Sonnabend und von Sonnabend auf Sonntag zwischen 1:00 und 4:00 Uhr.
  • Rückverlängerung von zwei Fahrten montags bis freitags von Berner Straße bis Redderblock um 4:23 Uhr und 5:53 Uhr.

Stadtbuslinie 284 (U Niendorf Nord – IKEA Schnelsen – S Elbgaustraße – AK Altona)

  • Einrichtung gezielter Schulverstärkerfahrten an Schultagen in der morgendlichen und mittäglichen Hauptverkehrszeit zur Entlastung stark ausgelasteter Fahrten im Schülerverkehr.

Stadtbuslinie 186 (Lurup, Neißestraße – S Elbgaustraße – Osdorf – S Othmarschen)

  • Verlängerung der Linie 186 von S Othmarschen bis Bf. Altona zur Übernahme des bisherigen Abschnitts der Linie 15.
  • Es entsteht eine neue umsteigefreie Verbindung zwischen Altona und Alt-Osdorf.
  • Inbetriebnahme der neuen Haltestelle Sprützmoor.

Stadtbuslinie 292 (U Ochsenzoll – S Hamburg Airport – Eidelstedter Platz)

  • Die Fahrt montags bis sonntags um 0:48 Uhr von U Langenhorn Markt bis U Ochsenzoll beginnt bereits um 0:41 Uhr an S Hamburg Airport.

Wachsende Nachfrage, aber kaum zusätzliche Bahnfahrten

Die geringe Zahl neuer Angebote fällt in eine Phase, in der die Fahrgastzahlen wieder ungefähr auf beziehungsweise leicht über dem Niveau vor der Pandemie liegen. Für 2026 erwartet der Senat rund 1,112 Milliarden Linienfahrgäste und damit ein Plus von einem Prozent gegenüber 2025. Gleichzeitig sollen die Verkehrserträge um 9,3 Prozent auf rund 1,121 Milliarden Euro steigen. Durch die jetzt beantragte Tarifanpassung erwartet der hvv zusätzlich rund 6,7 Millionen Euro im Jahr.

Eine auffällige Aussage findet sich zudem im Infrastrukturteil der Senatsdrucksache. Dort heißt es, trotz der laufenden Digitalisierung und Umrüstung der S-Bahn-Flotte stehe „jederzeit eine ausreichende Anzahl an Fahrzeugen für den Betrieb zur Verfügung“. Erst seit dem 14. September fällt auf der S1 zwischen Othmarschen und Blankenese allerdings über mehrere Wochen der 5-Minuten-Takt wegen eines von der S-Bahn selbst angegebenen Fahrzeugausfalls aus.