evb betreibt RB 33 auch ab 2027

Die Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser (evb) werden die Linie RB 33 zwischen Cuxhaven, Bremerhaven, Bremervörde und Buxtehude auch über das Jahr 2027 hinaus betreiben. Die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) hat dem Unternehmen den Zuschlag für das Teilnetz Weser-Elbe erteilt. Der neue Verkehrsvertrag beginnt im Dezember 2027 und läuft zunächst bis Dezember 2037.

Nach Angaben der LNVG nutzen jährlich rund zwei Millionen Fahrgäste die RB 33. Für das Los Weser-Elbe waren in der Ausschreibung rund 2,01 Millionen Zugkilometer pro Jahr vorgesehen. Bestandteil des Vertrags ist außerdem eine Option für die geplante RB 34 zwischen Bremervörde und Stade. Sollte die Strecke für den Personenverkehr reaktiviert werden, kann der Betrieb damit in den Verkehrsvertrag einbezogen werden, ohne sie noch einmal gesondert ausschreiben zu müssen.

Wasserstoffzüge bleiben auf der RB 33

Auch bei den Fahrzeugen bleibt es beim Alten. Die evb wird weiterhin die 14 Wasserstofftriebzüge vom Typ Alstom Coradia iLint aus dem LNVG-Fahrzeugpool einsetzen. Die Flotte hatte im August 2022 den regulären Betrieb aufgenommen und war damals die erste ausschließlich aus Wasserstoffzügen bestehende Fahrzeugflotte im planmäßigen Fahrgastbetrieb.

Der Einsatz verlief seitdem allerdings nicht ohne Probleme. So musste die evb etwa im September 2024 wegen Schwierigkeiten bei der Wasserstoffversorgung den Verbrauch reduzieren und teilweise Dieseltriebwagen einsetzen. Im August 2025 standen wegen fehlender Brennstoffzellen-Ersatzmodule zeitweise nicht einmal mehr ein Drittel der Wasserstoffzüge zur Verfügung. Nach aktueller Darstellung der LNVG seien die technischen Kinderkrankheiten inzwischen weitgehend ausgeräumt. Nichtsdestotrotz soll die Wasserstoffflotte in Niedersachsen nicht weiter ausgebaut werden. Bei der Ablösung weiterer Dieseltriebwagen setzt das Land inzwischen auf batterieelektrische Fahrzeuge.

Drittes und letztes Los vergeben

Mit dem Zuschlag an die evb ist die Ausschreibung „Weser-Elbe und Unterelbe 2027+“ vollständig abgeschlossen. Die drei Teilnetze waren gemeinsam von der LNVG sowie den beteiligten Ländern ausgeschrieben worden.

Bereits im Juli war die Entscheidung für den RE 5 zwischen Hamburg und Cuxhaven gefallen. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2027 übernimmt metronom die Linie wieder von DB Regio. Der Verkehrsvertrag läuft zunächst zehn Jahre. Für den Fall einer späteren Elektrifizierung der Strecke Stade–Cuxhaven besteht eine Verlängerungsoption um bis zu zwei Jahre. Auf dem RE 5 werden jährlich rund 1,59 Millionen Zugkilometer gefahren.

Im August folgte der Zuschlag für die künftige RB 39 zwischen Lüneburg und Soltau an erixx. Der sogenannte Salzexpress soll nach aktuellem Stand im Dezember 2028 in Betrieb gehen. Vorgesehen sind rund 690.000 Zugkilometer pro Jahr und ein Stundentakt mit einer Fahrzeit von rund 50 Minuten. Der Verkehrsvertrag läuft zunächst bis Dezember 2033 und kann um bis zu zwei Jahre verlängert werden. Zum Betriebsstart sollen zunächst Dieseltriebwagen vom Typ Alstom Coradia LINT 41 eingesetzt werden.

Ergebnisse der VergabeLos 1
„Weser-Elbe“
Los 2
„Unterelbe“
Los 3
„Salzexpress“
LinienRB 33 Cuxhaven – Buxtehude
RB 34 Bremervörde – Stade
RE 5 Cuxhaven – HamburgRB 39 Soltau – Lüneburg
Vertragslaufzeit (ohne Verlängerungen)12/2027 – 12/203712/2027 – 12/203712/2028 – 12/2033
Betreiberbisher: evb
künftig: evb
bisher: start / DB Regio
künftig: metronom
bisher: keiner
künftig: erixx
FahrzeugeinsatzAlstom Coradia iLintBR 246 + DoppelstockwagenAlstom Coradia LINT 41

Mit der nun abgeschlossenen Vergabe steht damit auch für das letzte Teilnetz fest, welches Unternehmen die Leistungen nach dem Fahrplanwechsel 2027 erbringt. Für die evb bedeutet der Zuschlag die Fortsetzung eines seit vielen Jahren betriebenen Verkehrs im Elbe-Weser-Dreieck. Nach eigenen Angaben sind mit dem Auftrag mehr als 100 Arbeitsplätze verbunden.